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Trotz Hitze fit durch den Sommer

Notfall- und Rettungsmedizin

(25.06.2026) Hohe Temperaturen belasten den Körper. Besonders das Herz-Kreislauf-System gerät bei Hitze schnell an seine Grenzen. Mit einigen einfachen Maßnahmen können Sie jedoch gut durch heiße Tage kommen.

Checkliste: Wann sollte ich bei Hitze ärztliche Hilfe suchen?

Der wichtigste Tipp bei Hitze lautet: Trinken Sie genügend. Für Erwachsene werden normalerweise 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit pro Tag empfohlen. An heißen Tagen sollten es jedoch mindestens 3 bis 4 Liter sein.

Geeignet sind:

  • Wasser
  • Fruchtsaftschorlen
  • ungesüßter Tee

„Lauwarme Getränke belasten die körpereigene Temperaturregulierung nicht so sehr wie kalte Getränke und tragen langfristig zur Abkühlung bei“, sagt Prof. Dr. Hans-Jörg Busch, Ärztlicher Leiter des Zentrums für Notfall- und Rettungsmedizin des Universitätsklinikums Freiburg.

Hitze kann körperlich sehr anstrengend sein. Mit den richtigen Tipps lässt sie sich besser bewältigen. © Adobe Stock

Alkohol belastet den Kreislauf zusätzlich

Auf größere Mengen Alkohol sollten Sie bei Hitze verzichten. „Alkoholkonsum belastet den Kreislauf zusätzlich und kann zu Kreislaufproblemen bis hin zum Kollaps und zu Bewusstlosigkeit führen“, erklärt Busch.

Leichte Mahlzeiten entlasten den Körper

Schwere und üppige Mahlzeiten können den Organismus zusätzlich belasten. Besser geeignet sind beispielsweise:

  • morgens Müsli mit Obst
  • mittags ein leichter Salat
  • abends eine Suppe

Wichtig ist außerdem, den Mineralstoffverlust auszugleichen. „Um den Mineralstoffverlust auszugleichen, sollte dem Körper Salz zugeführt werden. Das kann durch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr beispielsweise durch Suppen oder Tee aber auch durch isotonische Getränke erwirkt werden“, sagt Busch.

Besser lauwarm duschen

Eine kalte Dusche wirkt zwar zunächst erfrischend, kann den Kreislauf jedoch zusätzlich belasten. Empfohlen wird deshalb eine lauwarme Dusche. Die Beine können anschließend kalt abgebraust werden. Dadurch ziehen sich die erweiterten Blutgefäße zusammen und der Kreislauf wird angeregt.

Auch kleine Maßnahmen im Alltag können helfen:

  • kaltes Tuch in den Nacken legen
  • kaltes Wasser über Arme und Handgelenke laufen lassen

Sport besser verschieben

Bei hohen Temperaturen sollte der Körper geschont werden. „Immer wieder kollabieren Sportler*innen bei zu hohen Temperaturen, da die Temperaturregulierung durch Schwitzen nicht mehr effektiv ist und zu wenig getrunken wird“, erklärt Busch.

Anstrengende Tätigkeiten sollten deshalb möglichst auf den frühen Morgen oder den späten Abend verlegt werden.

Treten Muskelkrämpfe auf:

  • sofort pausieren
  • einen kühlen Ort aufsuchen
  • elektrolythaltige Getränke zu sich nehmen

Halten die Beschwerden länger als eine Stunde an, sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Ozonwerte im Blick behalten

An heißen Tagen kann auch die Ozonbelastung steigen. Mögliche Beschwerden sind:

  • Atemwegsbeschwerden
  • Kopfschmerzen
  • Asthmaanfälle
  • verminderte Leistungsfähigkeit

Empfindliche Personen sollten körperliche Anstrengungen bei hoher Ozonbelastung vermeiden.

Kinder besonders schützen

Kinder reagieren empfindlicher auf Hitze und Sonneneinstrahlung.

Wichtig sind:

  • leichte Baumwollkleidung
  • Sonnenhut
  • Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 30
  • ausreichend trinken

Außerdem sollten Kinder möglichst nicht zwischen 11 und 16 Uhr in der direkten Sonne spielen.

Sonnenschutz nicht vergessen

Leichte, luftige Kleidung unterstützt die natürliche Temperaturregulation des Körpers.

Besonders wichtig:

  • Kopf bedecken
  • Nacken schützen
  • regelmäßig Sonnenschutz auftragen

Checkliste: Wann sollte ich bei Hitze ärztliche Hilfe suchen?

Suchen Sie einen Arzt oder eine Ärztin auf, wenn neue Beschwerden auftreten oder Symptome länger anhalten.

Warnzeichen können sein:

  • Schwindel
  • Schwächegefühl
  • Beklemmungen
  • starker Durst
  • Kopfschmerzen

Gehen Sie möglichst sofort an einen kühlen Ort und trinken Sie Wasser oder eine Fruchtsaftschorle.

 

Dieser Artikel wurde medizinisch geprüft von

Prof. Dr. Hans-Jörg Busch
Ärztlicher Leiter des Zentrums für Notfall- und Rettungsmedizin
Universitätsklinikum Freiburg

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