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Über 2 Millionen Euro für Freiburger Influenza-Forschung

Virologie

(22.12.2025) DFG fördert Forschungsprojekt zum Zusammenspiel von Influenzaviren und Immunzellen von Virologe Dr. Kevin Ciminski. Der Claude Hannoun Award würdigt seine Arbeiten zusätzlich.

Ein Forschungsprojekt zu Reaktionen des Immunsystems auf Grippeviren am Universitätsklinikum Freiburg erhält derzeit gleich doppelte Aufmerksamkeit: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Arbeiten von Dr. Kevin Ciminski, Nachwuchsgruppenleiter am Institut für Virologie des Universitätsklinikums Freiburg, mit rund 2 Millionen Euro im Emmy-Noether-Programm. Im Rahmen des Projekts MAC’n FLU untersucht er gemeinsam mit seinem Team, wie Influenza-A-Viren mit Immunzellen interagieren und wie diese ersten Abwehrreaktionen den weiteren Krankheitsverlauf beeinflussen. Zusätzlich wurde Ciminski am 23. Oktober 2025 mit dem Claude Hannoun Award der European Scientific Working Group on Influenza (ESWI) ausgezeichnet, der seine wissenschaftlichen Beiträge zur Influenzaforschung mit weiteren 10.000 Euro würdigt. "Ich freue mich sehr über diese Förderung und die zusätzliche Auszeichnung“, sagt Ciminski. „Beides ist eine große Anerkennung für die engagierte Arbeit des gesamten Teams und dafür, dass unsere Forschung auch international wahrgenommen wird.“

Dr. Kevin Ciminski wird in Valencia mit dem Claude Hannoun Award der European Scientific Working Group on Influenza (ESWI) ausgezeichnet. (c)Universitätsklinikum Freiburg

Wie frühe Immunreaktionen den Krankheitsverlauf beeinflussen

Im Mittelpunkt der geförderten Arbeiten steht die Wechselwirkung zwischen Influenza-A-Viren und Makrophagen. Diese Immunzellen kommen in der Lunge sehr früh mit dem Virus in Kontakt, erkennen Krankheitserreger und steuern die nachfolgenden Abwehrreaktionen des Körpers. Die Forscher*innen analysieren, wie unterschiedliche Influenzaviren diese frühen Abläufe verändern und warum manche Virusvarianten stärkere Entzündungsreaktionen auslösen als andere. Ziel ist es, besser zu verstehen, welche frühen Prozesse zu schweren Krankheitsverläufen beitragen und herauszufinden, wie sich diese potenziell verhindern lassen.

Förderung und Auszeichnung

Das Emmy-Noether-Programm der DFG ermöglicht herausragenden Nachwuchswissenschaftler*innen den frühzeitigen Aufbau einer eigenständigen Forschungsgruppe sowie die langfristige Verfolgung eines eigenen wissenschaftlichen Profils.

Der Claude Hannoun Award der European Scientific Working Group on Influenza wird an Forschende verliehen, deren Arbeiten einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis von Influenza leisten.

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