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Abteilung Prächirurgische Epilepsiediagnostik – EpilepsiezentrumKlinik für Neurochirurgie

Impfungen Corona Covid-19

Impfungen gegen Corona/ Covid-19 bei Epilepsiepatienten

(Information des Epilepsiezentrums Freiburg, Januar 2021)

Seit Dezember 2020 sind Impfungen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 verfügbar, die zum Teil nach vorliegenden Studiendaten einen bemerkenswert hohen Schutz vor einer schweren Coronavirus-Erkrankung (COVID-19) ermöglichen.
Es gibt aktuell keine Hinweise darauf, dass für Epilepsiepatienten ein besonders hohes Risiko bei einer Impfung gegen das Coronavirus besteht. Nach allem verfügbaren Wissen ist für Epilepsiepatienten wie für die Allgemeinbevölkerung das Risiko bei einer Erkrankung an COVID-19 wesentlich höher als ein mögliches Risiko bei Durchführung der Impfung.
Ausnahmen hiervon können möglicherweise bestehen bei einer bestehenden Immunschwäche oder bei einer Behandlung, die die Immunantwort vermindert. Hierzu zählen als Medikamente insbesondere Corticosteroide (z.B. Prednisolon), Azathioprin oder auch monoklonale Antikörper wie Rituximab, die bei frühkindlichen und immunologisch bedingten Epilepsien eingesetzt werden, ferner Everolimus, das zur Behandlung bei einer Epilepsie bedingt durch Tuberöse Sklerose eingesetzt wird.
Wenn Sie immunsuppressiv behandelt werden, so besprechen Sie mit Ihrem Arzt vor der Impfung, ob diese dennoch für Sie sinnvoll ist.
Es gibt Epilepsien, bei denen fieberhafte Infekte das Anfallsrisiko erhöhen. Impfungen allgemein und auch mit Corona-Impfstoffen können zu einer leichten Entzündungsreaktion mit Auftreten von Fieber führen.
Wenn bei Ihnen früher im Rahmen von Infekten oder Impfungen epileptische Anfälle ausgelöst wurden, so besprechen Sie mit Ihrem sie betreuenden Arzt, ob Sie für drei Tage prophylaktisch ein fiebersenkendes Medikament bei Durchführung einer Impfung einnehmen sollten (z.B. Paracetamol) oder ob Sie vorübergehend die antikonvulsive Medikation erhöhen sollten.
Ferner enthalten die Coronavirus-Impfstoffe Inhaltsstoffe, gegen die eine Allergie bestehen kann. Wenn bei Ihnen Allergien bekannt sind, so besprechen Sie mit dem die Impfung durchführenden Arzt, ob bei Ihnen bekannte Allergene im Impfstoff enthalten sind und ob ggf. ein Impfstoff gewählt werden kann, der diese nicht enthält.
Epilepsiepatienten sind durch eine COVID-19-Erkrankung nach aktuellem Kenntnisstand nicht stärker gefährdet als Gesunde. Sie werden daher auch beim Angebot einer Impfung nicht priorisiert.
Wir möchten alle Epilepsiepatienten, für die die oben angegebenen besonderen Risikofaktoren nicht bestehen, darin bestärken, eine Ihnen angebotene Impfung wahrzunehmen und sich so vor einer schweren Erkrankung am Corona-Virus zu schützen.
 

 

Abteilung Prächirurgische Epilepsiediagnostik

Aktuelles


Ärztlicher Leiter:
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