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Institut für Medizinische Biometrie
und Statistik (IMBI)

PräPPS

Prävention der Postsplenektomie-Sepsis bei Patienten mit Asplenie

Kooperationsprojekt mit der Abteilung für Infektiologie (Universitätsklinikum Freiburg; Konsortialführung) und der AOK Baden-Württemberg.
Die SEVERA übernimmt die Entwicklung und Manualisierung der Intervention sowie die Evaluation mit Fokus auf die statistische Datenanalyse.

(Gesamt-)Projektleitung in der Infektiologie: Prof. Dr. Siegbert Rieg

Förderung im Rahmen des Innovationsfonds Versorgungsforschung (Neue Versorgungsformen)

Projektlaufzeit: Juli 2018 – Juni 2021

In Deutschland wird bei ca. 8.000 Menschen pro Jahr die Milz operativ entfernt. Personen mit fehlender Milz haben lebenslang ein deutlich erhöhtes Risiko an schweren, bakteriellen Infektionen, insbesondere an einer Sepsis zu erkranken. Dennoch werden vorhandene Präventionsmaßnahmen oftmals nur unzureichend umgesetzt.

Ziel der neuen Versorgungsform ist es, eine deutliche und nachhaltige Verbesserung der Umsetzung von Präventionsmaßnahmen bei Patienten mit fehlender Milz zu erreichen. Dazu werden eine patienten- und eine versorgerspezifische Intervention zur Verbesserung der Adhärenz an die Präventionsmaßnahmen in Form von telefonisch durchführbaren Schulungen entwickelt und manualisiert (Phase 1). Die Effektivität der Interventionsstrategie wird in einer prospektiven, kontrollierten Studie (Phase 2) mit historischer Kontrollgruppe („usual care“) überprüft. Die Evaluation umfasst eine Prozess- und Ergebnis-Evaluation mit Prä-, Post- und Follow-up-Erhebung. Die Interventionsgruppe besteht aus ca. 170 Patienten mit entfernter Milz und ihren behandelnden niedergelassenen Ärzten, die historische Kontrollgruppe umfasst ca. 200 Patienten ohne Milz. Zusätzlich beinhaltet die Evaluation qualitative Interviews zur Bewertung und Akzeptanz der Schulung, die mit 10 Ärzten und 20 Patienten der Interventionsgruppe geführt werden.

Primärer Endpunkt der Studie ist das Ausmaß, in dem die Patienten Präventionsmaßnahmen erhalten bzw. durchgeführt haben. Als sekundäre Endpunkte werden betrachtet: die Patientenaktivierung (Selbstmanagement), die Gesundheitskompetenz der Patienten sowie der subjektive Wissenszuwachs und die Zufriedenheit mit der Intervention bei Patienten und Ärzten.

Projektmitarbeitende in der SEVERA