Radiologisches Interventionelles Zentrum
der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum FreiburgEin wichtiger und großer Bereich der Röntgendiagnostik betrifft die Angiographie und Interventionen. Sowohl im stationären, aber auch im ambulanten Bereich sind heute die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten, die sich durch minimalinvasive (geringst möglich eingreifende) Techniken und röntgen- bzw. bildgeführte Modalitäten ergeben, nicht mehr wegzudenken.
So lassen sich mit kleinsten Punktionsnadeln, gesteuert durch Ultraschall oder Computertomographie, auch in tief gelegene Körperregionen Biopsien (Gewebeproben) oder Keime gewinnen, Therapien einleiten (Drainagen und Kathetereinlage) und Krankheiten causal behandeln (Tumorablation oder -embolisation, Ballonangioplastie oder Stentung von Gefäßengen, Aneurysmabehandlung).
DIE GELENKEMBOLISATION
(TAPE - Transarterielle periartikuläre Embolisation)BEHANDLUNG
- Örtliche Betäubung am Arm oder Leiste
- Sondierung der Gelenkgefäße und Verschluss mit einem i.d.R. kurzzeitig gefäßverschließenden Medikament. Dieses löst sich zum Schutz der gesunden Gefäße nach kurzer Zeit wieder auf. Die erkrankten Gefäße bleiben verschlossen.
- Druckverband für wenige Stunden nach der Intervention
- Kurzer stationärer Aufenthalt (meist 1-2 Tage)
GEEIGNETE PATIENTINNEN
- Fortgeschrittene Arthrose, Gelenkersatz (noch) nicht gewünscht oder nicht möglich
- Frozen Shoulder
- Tendinopathien, die nicht auf konservative Therapie ansprechen
VORBEREITUNG
Gemeinsame Indikationsstellung durch Interventionelle Radiologie und Orthopädie
- MRT, CT und/oder Röntgenbild des betroffenen Gelenks
- Laborwerte: Kreatinin („Nierenwert“), TSH und ggf. T3/ T4 (Schilddrüsenwerte)
Neuartiges, minimalinvasives Verfahren zur Behandlung von Gelenkerkrankungen:
- Schmerzen durch Arthrose bis Grad III (in Einzelfällen auch Grad IV)
- fortbestehende Schmerzen nach Gelenkersatz
- Frozen Shoulder
- rezidivierender Hämarthros („blutiger Gelenkerguss“)
GEEIGNETE GELENKE
- Kniegelenk
- Hüftgelenk
- Schultergelenk
- Daumensattelgelenk
- Plantaraponeurose
- Achillessehne
NACH DER INTERVENTION
- Nach Eingriff und Ruhezeit schmerzadaptierte Vollbelastung/Physiotherapie möglich und nötig
- Orthopädische Anbindung weiterhin notwendig
- Bei Bedarf kann der Eingriff wiederholt werden






