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AG „Persönlichkeit und Forensische Psychodynamik“

Leitung

  • PD Dr. Sonja Etzler

Mitglieder

  • Prof. Dr. Eva Klein
  • PD Dr. Derek Spieler
  • Corinne Hermann

Unsere Arbeitsgruppe untersucht, wie Psychopathologie und Persönlichkeitseigenschaften mit impulsivem, externalisierendem und aggressivem Verhalten zusammenhängen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie diese Faktoren die Entwicklung psychodynamischer Prozesse prägen, die zur Entstehung solcher Verhaltensweisen beitragen, und wie dieses Zusammenspiel besser verstanden und therapeutisch genutzt werden kann.

Unsere Projekte verbinden psychosomatische und forensische Perspektiven. Wir erforschen, wie Persönlichkeit, Emotions- und Beziehungsregulation klinisch relevantes externalisierendes Verhalten entstehen lassen, aufrechterhalten oder verändern. Ziel ist es, theoretische und empirische Grundlagen zu schaffen, die sowohl die therapeutische Arbeit als auch die Risikoeinschätzung bei psychosomatischen und forensischen Patientinnen und Patienten verbessern.

Zentrale Fragestellungen

  • Die Häufigkeit und Relevanz externalisierenden, aggressiven und impulsiven Verhaltens in unterschiedlichen klinischen Settings und Populationen
  • Entwicklung valider und reliabler Messinstrumente zur Erfassung von Persönlichkeit und Verhalten
  • Rolle von Persönlichkeitsfunktion in der Entstehung aggressiver Verhaltensweisen (Kooperation mit der AG Persönlichkeitsfunktion, E. Klein)
  • Psychodynamisch-empirische Modelle ätiologischer Prozesse bei externalisierendem und suizidalem Verhalten (Kooperation mit der AG Molekulare Psychosomatik, D. Spieler)
  • Wirksamkeit psychodynamischer Behandlungsansätze zur Reduktion von Aggression, externalisierendem Verhalten und Impulsivität.

Unsere Forschung vereint Perspektiven aus der Psychosomatik, der Persönlichkeitspsychologie und der forensischen Psychologie und versucht anhand qualitativer und quantitativer Ansätze, die komplexen Zusammenhänge zwischen Persönlichkeit, Konflikt, Emotionsregulation und Verhalten besser zu verstehen.

Forschungsprojekte (Auswahl)

  • Die Rolle von externalisierendem Verhalten, Aggressivität und Impulsivität in der Psychosomatik.
  • Das Forensik-Modul der Operationalisierten – Psychodynamischen Diagnostik 3 (Arbeitskreis OPD, 2024) – Kooperation mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), der Universität Kassel und der Kriminologischen Zentralstelle (KrimZ), Wiesbaden.
  • Messung von Risikofaktoren für sexuelle Rückfälligkeit anhand von Selbstberichtsverfahren (Förderung BMBF) – In Kooperation mit der Kriminologischen Zentralstelle (KrimZ), Wiesbaden.

 

Kooperationspartner

  • Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE; Prof. Dr. Peer Briken)
  • Universität Kassel, Institut für Psychologie (Prof. Dr. Julia Sauter)
  • Kriminologische Zentralstelle (KrimZ), Wiesbaden (Prof. Dr. Martin Rettenberger)
  • Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht, Freiburg (Dr. Isabel Thielmann)
  • Goethe-Universität Frankfurt am Main, Institut für Psychologie (Prof. Dr. Sonja Rohrmann & Dr. Mona Leonhardt)
  • Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg Universität Mainz, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (Dr. Daniel Turner)

Ausgewählte Publikationen

Moosburner, M., Weber, C., Kuban, T., Wachs, S., Schmidt, A. F., Etzler, S., & Rettenberger, M. (2025). Understanding cybergrooming: A systematic review of perpetrator characteristics, strategies, and types. Trauma, Violence, & Abuse, 15248380251316223.

Etzler, S., Schönbrodt, F. D., Pargent, F., Eher, R., & Rettenberger, M. (2024). Machine learning and risk assessment: Random forest does not outperform logistic regression in the prediction of sexual recidivism. Assessment, 31(2), 460-481.

Etzler, S., Moosburner, M., & Rettenberger, M. (2020). Therapie bei Straffälligkeit: Zur Entwicklung der Sozialtherapie im deutschen Justizvollzug. Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie, 14(1), 95-105.

Sielaff, S. S., Eher, R., Etzler, S., & Rettenberger, M. (2025). Cross-validation of the German version of the revised screening scale for pedophilic interests (SSPI-2). Assessment, 10731911251350537.

 

Treffen: Montags 14-tägig 11h