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Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin

Forschung

Arbeitsgruppe Lipide und Bluthochdruck

Die Schwangerschaftsvergiftung (Präeklampsie) ist eine Bluthochdruck-Erkrankung in der Schwangerschaft mit schweren mütterlichen und kindlichen Komplikationen.

Die einzig mögliche kausale Therapie besteht in der vorzeitigen Entbindung durch Kaiserschnitt. Muss die Schwangerschaft zu einem frühen Zeitpunkt beendet werden, kann dies für das Kind - vor allem vor der Lungenreifung – schwere Komplikationen nach sich ziehen.

Die Ursachen der Präeklampsie sind bisher nicht eindeutig geklärt. Sicher ist allein, dass es zu einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren kommt, die den Blutdruck erhöhen.

Blutfette sind ein potentieller Faktor, der zu einer Präeklampsie führen kann, da diese sich bei Präeklampsiepatientinnen oftmals erheblich verändern.

Die Arbeitsgruppe Lipide und Bluthochdruck analysiert die Zusammensetzung der Blutfette und untersucht ihre Auswirkungen auf blutdruckrelevante Signalwege im Zellkulturmodell.

Pathologisch erhöhte Blutfette können mit Hilfe von extrakorporalen Blutreinigungsverfahren aus dem Blut entfernt werden.

Die H.E.L.P.-Apherese ist ein etabliertes, sicheres und anerkanntes Verfahren zur Behandlung von Fettstoffwechselstörungen, die medikamentös und diätetisch nicht ausreichend behandelbar sind. In einer Pilotstudie wurde die H.E.L.P.-Apherese bei 9 Schwangeren, die an Präeklampsie litten, angewandt. Bei einem Großteil der Frauen verbesserten sich die Blutdruck-Werte, die Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie) und die Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme) deutlich und die Schwangerschaften konnten im Durchschnitt 17,7 Tage (3-49 Tage) nach Hospitalisation weiterbestehen.

In Zusammenarbeit mit der Frauenklinik und der Nephrologie des Universitätsklinikums Freiburg initiierte die AG Bluthochdruck und Lipide eine interdisziplinäre Studie, so dass die H.E.L.P.-Apherese jetzt auch den Patientinnen des Universitätsklinkums Freiburg angeboten werden kann.

Im Rahmen dieser Studie untersucht die AG Bluthochdruck und Lipide den Einfluss der Apherese auf die Blutfette und den Einfluss der pathologisch veränderten Blutfette auf die Signalwege der Blutdruckregulation.

Arbeitsgruppe Lipide und Bluthochdruck

Ärztlicher Direktor