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Institut für Prävention und Tumorepidemiologie

Forschungsprojekte

 

Rekrutierungszentrum für die NAKO Gesundheitsstudie

Das Institut für Prävention und Tumorepidemiologie (IPE) ist eines von 18 Rekrutierungszentren für die bundesweite NAKO Gesundheitsstudie, für die zwischen 2013 und 2017 insgesamt 200.000 Probanden mit Förderung des BMBF rekrutiert werden. Am IPE in Freiburg werden im 5-Jahreszyklus insgesamt 10.000 Probanden rekrutiert, befragt und untersucht sowie Biomaterialien der Probanden asserviert. Ziel der NAKO ist es, neue Risikofaktoren und Früherkennungsmerkmale für wichtige Volkskrankheiten zu ermitteln. Das IPE Freiburg ist gemeinsam mit dem DKFZ federführend für den Bereich Krebserkrankungen und Mitglied der AG Ernährung.

Interventionsstudien zur Optimierung des Mikrobioms

Das IPE Freiburg führt derzeit verschiedene Fütterungsstudien mit dem Ziel der Optimierung des Mikrobioms durch. Dabei testen wir unter anderem, ob die mikrobielle Zusammensetzung durch den Konsum milchsauren Gemüses verbessert werden kann. Außerdem untersuchen wir den Einfluss von Antibiotika, Alkohol und Fastenperioden auf die Veränderung des Mikrobioms.

Interventionsstudien über den hormonellen Einfluss krebsbegünstigender tierischer Lebensmittel

Das IPE Freiburg hat eine DFG-geförderte Interventionsstudie zum Milchkonsum durchgeführt. Dabei wurde der Einfluss von Milchkonsum auf die Östrogen- und Progesteron-spiegel untersucht.

  • Insgesamt haben 109 postmenopausale Frauen an der Studie teilgenommen. Bei allen Teilnehmerinnen wurde der 24 Stunden-Urin vor und nach dem Genuss von 1,5-prozentiger und 3,5-prozentiger Milch auf die Höhe des Hormonspiegels untersucht.

Schaubild Studiendesign

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  • Die beiden Milchtypen wurden zuvor auf ihren Hormongehalt hin untersucht. Hier zeigte sich, dass vollfette Milch doppelt so viel Progesteron enthielt wie halbfette Milch (9,65 ng/ml zu 4,56 ng/ml), während der Östrogengehalt in beiden Milchsorten mäßig war. Bei der Untersuchung der Urinproben nach Milchkonsum fanden wir hingegen keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Östrogen- und Progesteronspiegeln.

Studien zum Einfluss hormonell wirksamer Substanzen in der Umwelt

Plastik, Konserven, Thermopapier, Kinderspielzeug – sie alle enthalten hormonell wirksame Substanzen. Wir haben genauer untersucht, welchen Einfluss diese Umweltfaktoren auf unsere Hormonspiegel haben. Dabei konnten wir feststellen dass der regelmäßige Konsum von Getränken aus Polycarbonate Plastikflaschen den Bisphenol A Spiegel im Urin um 69 % erhöht. Der Verzehr von Speisen aus Konservendosen erhöht des Bisphenol A-Spiegel im Urin sogar um mehr als 1.200 %.

Publikationen:

Carwile JL, Luu HT, Bassett LS, Driscoll DA, Yuan C, Chang JY, Ye X, Calafat AM, Michels KB. Polycarbonate bottle use and urinary bisphenol A concentrations. Environ Health Perspect; 2009 Sep;117(9):1368-72. doi: 10.1289/ehp.0900604. Epub 2009 May 12.

Carwile JL, Ye X, Zhou X, Calafat AM, Michels KB. Canned soup consumption and urinary bisphenol A: a randomized crossover trial. JAMA; 2011 Nov 23;306(20):2218-20. doi: 10.1001/jama.2011.1721.

Studien zur Identifizierung von epigenetischen Biomarkern zur Früherkennung und Prognose von Krebserkrankungen

  • Studien zur Identifizierung epigenetischer Biomarker zur Früherkennung des Mammakarzinoms
    In unserem epigenetischen Labor interessieren wir uns besonders für geprägte Gene. Wir haben den Zusammenhang zwischen Methylierungsveränderungen geprägter Gene und Brustkrebs untersucht und eine Korrelation mit hormon-negativem Brustkrebs gefunden.

    Publikationen:

    Barault L, Ellsworth RE, Harris HR, Valente AL, Shriver CD, Michels KB. Leukocyte DNA as surrogate for the evaluation of imprinted loci methylation in mammary tissue DNA. PLoS ONE 2013;8:e55896.

    Barrow TM, Barault L, Ellsworth RE, Harris HR, Binder AM, Valente AL, Shriver CD, Michels KB. Aberrant methylation of imprinted genes is associated with negative hormone receptor status in invasive breast cancer. Int J Cancer; 2015 Aug 1;137(3):537-47.

Studien zur Bedeutung gesunder Ernährung für die Gesundheit

Unser besonderes Anliegen ist es, die Bedeutung der Ernährung für die Entstehung chronischer Erkrankungen aufzuzeigen. Dabei haben wir uns in erster Linie auf Mamma- und Kolorektalkarzinom fokussiert. Wir konnten dabei zeigen, dass die Ernährung für die Herz-Kreislaufkrankheiten wichtiger ist als für die Krebsentstehung. Insbesondere wurde die Bedeutung von Obst-und Gemüsekonsum für die Krebsentstehung bislang überschätzt. Regelmäßiger Kaffeegenuss (mit und ohne Koffein!) senkt dagegen das Risiko nicht nur für Diabetes, sondern auch für das Kolorektalkarzinom. Die Ernährung im Jugendalter dagegen scheint eine besondere Rolle für die Entwicklung von Brustkrebs zu spielen.

Publikationen:

Michels KB, Edward Giovannucci, Joshipura KJ, Rosner BA, Stampfer MJ, Fuchs CS, Colditz GA, Speizer FE, Willett WC. Prospective study of fruit and vegetable consumption and incidence of colon and rectal cancers. J Natl Cancer Inst. 2000 Nov 1;92(21):1740-52.

Michels KB, Willett WC, Fuchs CS, Giovannucci E. Coffee, tea, and caffeine consumption and incidence of colon and rectal cancer. J Natl Cancer Inst; 2005 Feb 16;97(4):282-92.

Michels KB, Giovannucci E, Chan AT, Singhania R, Fuchs CS, Willett WC. Fruit and vegetable consumption and colorectal adenomas in the Nurses' Health Study. Cancer Res; 2006 Apr 1;66(7):3942-53.

Harris HR, Willett WC, Vaidya RL, Michels KB. Adolescent dietary patterns and premenopausal breast cancer incidence. Carcinogenesis; 2016 Apr;37(4):376-84. doi: 10.1093/carcin/bgw023. Epub 2016 Feb 19.

Studien zur Identifizierung von Faktoren, die Ernährungsgewohnheiten beeinflussen

Das IPE ist Mitglied des von der EU geförderten Projektes „Determinants of Diet and Physical Activity (DEDIPAC): Knowledge Hub to integrate and develop infrastructure for research across Europe“. In diesem Verbundprojekt untersuchen wir gemeinsam mit den anderen Mitgliedsstaaten, welche Faktoren Ernährungsgewohnheiten beeinflussen, um entsprechend wirksame Interventionsmethoden zu Verbesserung der Volksgesundheit zu entwickeln.

Hier ein praktischer Ratgeber zur gesunden Ernährung:

Flyer "Wie ernähre ich mich gesund"

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Institut für Prävention und Tumorepidemiologie


Direktionsassistenz

Sabine Frank
Elsässerstr. 2
79110 Freiburg

Tel. +49 761 270-77360
Fax +49 761 270-77340

E-Mail: sabine.frank@uniklinik-freiburg.de

NAKO Studienzentrum
Elsässerstr. 2
79110 Freiburg

Tel. +49 761 270-73190
Fax +49 761 270-77340

E-Mail: nako@uniklinik-freiburg.de