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Forschung in der Klinik für Plastische und Handchirurgie

Um Patienten im Bereich der Plastischen Chirurgie und darüber hinaus zukunftsweisende Diagnostische und Therapeutische Möglichkeiten bieten zu können, betätigen sich die Mitarbeiter der Klinik für Plastische und Handchirurgie intensiv im Bereich der Grundlagenforschung und klinisch-experimentellen Forschung. Interessentinnen und Interessenten werden vielseitige Möglichkeiten für medizinische und nicht-medizinische Promotionsarbeiten geboten. Dabei konzentriert sich die Forschungsarbeit auf die Bereiche Tissue Engineering und 3D-Druck von Knochengewebe, also dem de novo Erzeugen von komplexen Geweben zum Zweck des Gewebeersatzes, so zum Beispiel das Erzeugen von Lymphgefäßen in humanen Fettgewebe, der innovativen Diagnostik von Weichteiltumoren durch Liquid biopsy, der Entwicklung von therapeutischen Strategien in der Abstoßungsreaktion von komplexen Allo-Transplantaten, sowie der Bedeutung des C-reaktiven Proteins als therapeutic target  in der Exazerbation des Ischämie/Reperfusion-Schadens und der Verschränkung von C-reaktiven Protein und dem Komplementsystem.

Eine detaillierte Auflistung der wissenschaftlichen Arbeiten finden Sie in unserer Forschungsdatenbank.

Die "Freiburg Intravital Imaging Facility" ist eine zentrale Forschungseinrichtung unter Leitung der AG Eisenhardt. Die durch die DFG geförderte Einrichtung bietet die Möglichkeit der intravitalen Bildgebung durch Multiphotonen-Mikroskopie. Weitere Informationen zu hierzu finden Sie hier.

Bösartige Weichgewebstumore (Weichgewebssarkome) sind seltene und sehr vielfältige bösartige Tumoren. Eine moderne und sichere Diagnose ist entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung. Unser Klinikum forscht intensiv an neuen, möglichst nicht-invasiven Möglichkeiten – etwa der sogenannten „Liquid Biopsy“. Hier wird innerhalb einer Blutprobe nach Tumorbestandteilen gesucht, was Eingriffe wie herkömmliche Gewebeproben und radiologische Bildgebung ergänzen kann.

Auch bei den klassischen Biopsien gibt es Fortschritte: Neue Techniken erlauben, Proben unter Ultraschall-, CT- oder MRT-Kontrolle besonders präzise und schonend zu entnehmen – das erhöht die Sicherheit und die Qualität der Befunde.

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt ist die genetische Analyse der Tumoren. Durch Methoden wie Next Generation Sequencing (NGS) und Transkriptom-Analysen lassen sich die individuellen genetischen Merkmale der Tumoren bestimmen. Das hilft uns, die große Vielfalt und Heterogenität dieser Tumoren besser zu verstehen und zukünftig für jeden Tumor eine maßgeschneiderte Therapie zu planen.

Genetische Vorbelastungen können das Risiko für die Entwicklung von Weichgewebstumoren erhöhen. Daher bieten wir neben innovativer Tumordiagnostik auch eine Studie zu genetischer Prädisposition an (Kooperation mit Institut für Humangenetik am UKF und Universitätsklinik und Poliklinik für Pädiatrie I in Halle).

Diese Forschungsarbeiten legen den Grundstein dafür, Betroffene frühzeitig, individuell und möglichst schonend behandeln zu können – zum Wohl unserer Patientinnen und Patienten.

Aktuelle Studien

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Die Rolle des angeborenen Immunsystems in der Transplantationsmedizin von Solidorganen und sogenannten vascularized composite allotransplantation (VCA), also bspw. einer Hand, ist weitgehend unbekannt. Um eine Abstoßung des neuen Gewebes durch den Wirt zu verhindern wird insbesondere die T-Zell Aktivität und Proliferation durch Immunsuppressiva gehemmt. Trotz dieser komplikationsträchtichen Immunsuppression kommt es regelhaft zur Transplantatabstoßung. Das angeborene Immunsystem und dem cross-talk zu den Lymphozyten rückt nun näher in den Fokus der Forschung. Unser Ziel ist das therapeutic targeting des angeborenen Immunsystems um eine allograft Abstoßung zu verhindern.

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Das Komplement-System ist ein wesentlicher Teil des angeborenen Immunsystems und steht ergänzend (komplementär) zur Antikörper-Antwort des adaptiven Immunsystems. Dieses Komplexe Zusammenspiel von Plasmaproteinen wird u.a. auf der Oberfläche von Mikroorganismen aktiviert. Neben der Rolle in der Opsonisierung von Krankheitseregern, wirken durch Hydrolyse entstehende Fragmente der Komplement-Kaskade auch als Chemokine, die eine bestehende Entzündungsreaktion verstärken oder auch initiieren. Von besonderem Interesse wird dies, wenn das Gleichgewicht der Kaskade gestört wird und so zuzusätzlicher Gewebsschädigung führt. Ein solches Ungleichgewicht mit unkontrollierter Aktivierung der zuvor inaktiven Komplementbestandteile (Zymogene) tritt u.a. im Fall einer Sepsis und bei einem Polytrauma auf. C-reaktives Protein wirkt in dieser Kaskade durch Interaktion mit den Bestandteilen des Komplement-Systems und seiner Rezeptoren als zusätzlicher, verstärkender Faktor.

In einer Kooperation mit dem Institut für Klinische und Experimentelle Trauma-Immunologie am Uniklinikum Ulm widmet sich die AG Eisenhardt in einem durch die DFG geförderten Projekt der Evaluation dieser Prozesse.

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Unter Ischämie/Reperfusions-Schaden (IRS) versteht man die bei Wiederherstellung der Durchblutung nach Ischämie eines Gewebes auftretenden inflammatorischen Prozesse, wobei es durch die wiederhergestellte Perfusion zu zusätzlichen Schäden kommt. Neben freiem Gewebetransfer in der Plastischen Chirurgie spielt der IRS in der Transplantationsmedizin, in der Kardiologie beim Myokardinfarkt und beim Schlaganfall eine besondere Rolle. Dabei spielt das C-reaktive Protein (CRP) eine zentrale Rolle in der pro-inflammatorischen Kaskade. In Zusammenarbeit mit dem Baker Heart and Diabetes Institute in Melbourne, Australien und dem Zentrum für Biosystemanalyse (ZBSA) in Freiburg beschäftigt sich die AG Eisenhardt in diesem durch die DFG geförderten Projekt mit der Entwicklung therapeutischer Strategien mit CRP als Zielstruktur.

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Klinik für Plastische und Handchirurgie

Hugstetter Straße 55
79106 Freiburg

Telefon: 0761 270-27790
Montag-Freitag 10:00 - 13:00 Uhr