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Systemisches Institut für Aus- und Weiterbildung am Universitätsklinikum Freiburg

FAQ Resultierend aus dem online Informationsabend 3.11.20:

FAQs zu Rahmenbedingungen der Ausbildung

Kann man sich für die systemische Psychotherapieausbildung bewerben / schon beginnen, wenn man noch im Masterstudium Psychologie ist?

Die Ausbildung kann erst begonnen werden, wenn der Master für Psychologie vorliegt.

Wie finde ich Ausbildungsplätze für pT 1 und pT2? Wie bewerbe ich mich um einen Klinikplatz für pT1 und pT2?

Das Ausbildungsinstitut hat mit den auf der Homepage genannten Kliniken einen Kooperationsvertrag geschlossen. Dieser besagt, dass diese Kliniken Ausbildungsplätze für pT 1 und/oder pT2 zur Verfügung stellt. Sie können sich an diesen Kliniken bewerben und sich bei Fragen diesbezüglich an das Institut wenden, wenn sie bei der Suche nach Plätzen Unterstützung brauchen. Sie können auch selbst Vorschläge einbringen, an welchen Kliniken sie ihre pT 1 und pT2 absolvieren möchten, wir prüfen dann die Möglichkeit einen entsprechenden Kooperationsvertrag mit dieser Klinik abzuschließen

 

Kann ich die Therapiestunden der praktischen Ausbildung (PA) auch an einer wohnortnahen Lehrpraxis absolvieren?

Wenn diese Praxis den Ausbildungsanforderungen entspricht, kann diese vom Ausbildungsinstitut als Lehrpraxis anerkannt werden. Dies muss vor Beginn der PA Tätigkeit geprüft und vom Zulassungsauschuss genehmigt werden.

 

Kann die Reihenfolge pT1 und pT2 flexibel gestaltet werden?

Ja, die Reihenfolge kann flexibel von den Ausbildungsteilnehmer*innen im Rahmen der Ausbildungsrichtlinien gestaltet werden

 

Inwieweit ist die Ausbildung auch mit einer Teilzeitbeschäftigung vereinbar?

Die Ausbildung ist mit einer Teilzeittätigkeit gut vereinbar. Kritische Zeitpunkte sind die praktischen Tätigkeiten pT1 und pT2, die normalerweise mit einem Arbeitsumfang von 25 Stunden pro Woche gemacht werden. Für die Theorieausbildung und Selbsterfahrung finden pro Jahr ca. 7 dreitägige Seminare statt.

 

Wenn ich bereits eine systemische Weiterbildung absolviert habe, kann ich mir Teile davon anrechnen lassen?

Ja, es können theoretische Anteile und unter bestimmten Voraussetzungen auch praktische Anteile angerechnet werden. Diese müssen dem Institut vorgelegt und anhand bestimmter Kriterien als gleichwertig anerkannt werden. Bitte nehmen Sie dafür direkt mit uns Kontakt auf. 

 

Welche Zusatzkosten kommen auf mich zu im Seminarhaus?

Das Seminarhaus wird für die Selbsterfahrungseinheiten Familienrekonstruktion 1 und 2 und gebucht. Dies sind insgesamt je drei Übernachtungen für jeweils drei Tage mit Verpflegung.

 

Was ist, wenn man während der Ausbildung eine mehrmonatige Unterbrechung machen möchte z.B. wegen Schwangerschaft/Geburt oder einer Reise?

Die Ausbildung kann in Absprache mit dem Institut unterbrochen werden.

 

Wie wird mit Fehlzeiten verfahren?

Fehlzeiten aufgrund von Krankheit müssen in anderen Seminarblöcken nachgeholt werden. Dafür fällt eine geringfügige Bearbeitungsgebühr an.

 

Werden alle Bewerber*innen zu einem Auswahlverfahren eingeladen?

Ja, wenn es unsere Kapazitäten zulassen, möchten wir gerne alle Bewerber*innen, die die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen, zu einem Auswahlgespräch einladen.

 

Auf welcher Basis wird nach den Gesprächen entschieden wer aufgenommen wird? Persönliche Kriterien oder Vorerfahrung?

In einer gemeinsamen Entscheidung mit der(m) Bewerber*in wollen wir klären, ob die Ausbildung inhaltlich und organisatorisch für sie/ihn passt.  Ansonsten möchten wir gerne eine Vielfalt von Teilnehmer*innen zusammenstellen, die verschiedenen Erfahrungsbereiche, Lebensphasen und Kulturen vertreten.

 

FAQs zu inhaltlichen Aspekten der Ausbildung:

Was sollte bei der Entscheidung für die Systemische Psychotherapieausbildung im Gegensatz zu anderen Richtlinienverfahren ausschlaggebend sein?

 Wie ist das systemische „Störungsverständnis“?

Wie andere Psychotherapieverfahren, versucht der systemische Therapieansatz einen Verstehens-Zusammenhang für psychische Probleme zu schaffen. Im Unterschied zu anderen Ansätzen unterstellt die systemische Therapie eine geringstmögliche Pathologie, nicht um Leiden, Krankheiten und deren Auswirkungen zu kleinzureden, sondern um eine Zurückhaltung in den damit verbundenen Zuschreibungsprozessen zu wahren. Psychische Störungen und deren Symptome werden als eine Art „Lösungsversuch“ verstanden, welcher zwar mit großen Belastungen einhergeht, aber für die Klient*innen und ihr Umfeld im aktuellen Kontext die bestmögliche Bewältigungsform einer herausfordernden Entwicklungs-Lebensaufgabe/Lebensereignisses darstellt. Diesen Zusammenhang mit den Klient*innen gemeinsam zu verstehen, mit ihnen und ihren Bezugspersonen neue Bedeutungsgebungen zu schaffen, sowie Möglichkeitsräume im Erleben, Beschreiben und Handeln zu eröffnen sind ein Teil der Aufgabe eine systemische(n) Therapeut*in. Klassifikationssysteme für psychische Störungen sind dabei insoweit nützlich, dass sie an manchen Stellen im Behandlungsprozess zusätzlich wichtige Informationen und Handlungsimpulse geben können, sind aber nur eine von vielen Perspektiven auf ein psychisches Phänomen und sollte nicht zu einer Festschreibung führen.

Wer sich für den systemischen Ansatz interessiert, löst sich von umrissenen Orientierungslinien in der Landschaft der psychischen Störungsbilder und macht sich mit Offenheit, Respekt und Neugier auf den Weg immer wieder neue, einzigartige Problemmuster in Systemen und ihre Wechselwirkungen zu entdecken. Dies erfordert sowohl Wagnis und vorübergehende Verunsicherung, bedeutet aber gleichzeitig auch ein gewachsenes Vertrauen in die Ressourcen und Entwicklungspotentiale von Menschen und ihren Systemen,

Haben sie als Institut ein Leitmotiv?

Bisher noch nicht, aber was halten Sie von folgenden Ideen?   …so systemisch wie möglich…so vielfältig wie möglich…und so entwicklungsunterstützend wie möglich …

 

Literatur:

Arist v. Schlippe, Jochen Schweitzer: „Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung 1 und 2“, V&R Verlag, 2016

Rainer Schwing , Andreas Fryszer „Systemisches Handwerk. Werkzeug für die Praxis“ Vandenhoeck & Rupprecht, 2015

Elisabeth Wagner: „Praxisbuch Systemische Therapie“, Leben lernen, Klett Cotta 2020.

„Das Tun des Einen ist das Tun des Anderen“ Helm Stierlin

Systemisches Institut (SI)

Leitung:
Univ.-Prof. Dr. med. Claas Lahmann

Stiftungsprofessur für
Systemische Familientherapie

Stellvertr. Institutsleitung:
Univ.-Prof. Dr. phil. Stefan Schmidt

Geschäftsstelle

Ausbildungsleitung:
Dipl. Psych. Katja Heumann-Stegner (PP)

Fachlich Systemische Leitung
Dipl. Päd. Jochen Leucht (KJP)

Bildungsmanagement:
Dipl. Päd. Claudia Stolt

Systemisches Institut (SI)
für Aus- und Weiterbildung am Universitätsklinikum Freiburg
Hauptstr. 8
79104 Freiburg

Tel. 0761/ 270-68824
systemisch@uniklinik-freiburg.de

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Burgunderstr. 5a, 2. OG
79104 Freiburg