telaskoop2.0
telemedizin.allgemeinmedizin.schmerztherapie.inKooperation2.0
Chronische Schmerzen verursachen eine ausgeprägte Einschränkung der Lebensqualität sowie der sozialen Teilhabe der Betroffenen und sind als eigenständige Erkrankung anzusehen. Für viele Patient*innen sind die hausärztlichen Praxen die erste Anlaufstelle. Die Diagnostik und Behandlung der chronischen Schmerzerkrankung erfordert jedoch häufig ein interprofessionelles Vorgehen unter Berücksichtigung aller biopsychosozialen Belastungsfaktoren. Das Vorgängerprojekt telaskoop1.0 zeigte, dass trilaterale Schmerzvideosprechstunden in der hausärztlichen Praxis gemeinsam mit Patient*innen und per Video zugeschalteten ärztlichen Schmerzspezialist*innen technisch machbar sind.
Das Folgeprojekt telaskoop 2.0 entwickelt und evaluiert nun eine ambulante, interdisziplinäre und online-basierte Schmerzdiagnostik (sog. Schmerzassessment).
telaskoop2.0 bindet zusätzlich zu hausärztlichen Praxen auch ortsansässige Physio- und Psychotherapeut*innen ein:
Vernetzung aller ambulanten Therapeut*innen durch Aufbau einer digitalen Plattform zum Austausch von Anmeldeunterlagen, Befundübermittlung und gemeinsame, digitale Teambesprechungen.
Standardisierte Abläufe mit digitaler Anmeldung, trilateralen Videosprechstunden zu Beginn und am Ende zur Therapieplanung. Diagnostische Einzeltermine vor Ort oder digital bei Physio- und Psychotherapie sowie Sozialberatung und gemeinsame Online-Therapieplanungsbesprechung.
Ziel ist es, eine zeitnahe, örtlich ungebundene, interprofessionelle Diagnostik chronischer Schmerzen zu ermöglichen und eine bedarfsgerechte Therapie gemeinsam mit den betroffenen Patient*innen und den beteiligten Therapeut*innen zu planen. Gemeinsam mit hausärztlichen Praxen in Südbaden wird diese neue Versorgungsform im Rahmen des telaskoop2.0 Projektes entwickelt und evaluiert.
Das Ministerium für Soziales und Integration des Landes Baden-Württemberg hatte die Medizinische Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität mit dem Projekt beauftragt und die Finanzierung übernommen.
Laufzeit: 05/2025- 05/2026
Die geplante Pilotstudie konnte folgende Benefits bieten:
Schulungsmaterialien stehen online jederzeit zur Verfügung
Niederschwellige Kommunikation zwischen allen Therapeut*innen
Digitale Plattform zum sicheren, schnellen Austausch von Befunden und Anmeldeunterlagen
Zeitnahe und ortsunabhängige, interprofessionelle Schmerzdiagnostik
Kompetenzgewinn durch Erfahrungsaustausch
Angemessene Aufwandsentschädigung für die teilnehmenden Praxen
Projektkoordination:
Dr. med. Vera Fleig, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Freiburg
Frau Dr. med. Kristin Kieselbach
Ärztliche Leiterin Interdisziplinäres Schmerzzentrum, Universitätsklinikum Freiburg
Fachärztin Neurochirurgie, Spezielle Intensivtherapie & Spezielle Schmerztherapie
Prof. Dr. Andy Maun
Direktor Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Freiburg
Facharzt für Allgemeinmedizin, Ph.D. in Medical Science


