Arbeitsgruppe "Organprotektion und Inflammation"
Leiter:Prof. Dr. med. Martin SchickProf. Dr. med. Martin Schick
Geschäftsführender Oberarzt
Facharzt für Anästhesiologie
Spezielle Intensivmedizin, Notfallmedizin
OP-Manager (BDA/BDC)
Telefon: 0761 270-23051
E-Mail: martin.schick@uniklinik-freiburg.de
Publikationen
Unsere Arbeitsgruppe befasst sich mit folgenden Projekten
Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit in der Anästhesie und Intensivmedizin
Projektleiter: Prof. Dr. med. M. Schick
Mitarbeiter: Dr. med. Tobias Deisemann
Gesundheitseinrichtungen zählen zu den besonders energie- und ressourcenintensiven Bereichen. Zahlreiche lebenswichtige medizinische Geräte müssen rund um die Uhr zuverlässig betrieben werden, wodurch ein erheblicher Energiebedarf und hohe Betriebskosten entstehen.
Ein vertieftes Verständnis des Energieverbrauchs sowie des Bedarfs an zentralen Ressourcen – insbesondere medizinischen Gasen – ist daher von großer Bedeutung.
Es ermöglicht uns, die Patientenversorgung weiter zu verbessern, Ressourcen gezielter und effizienter einzusetzen, Kosten nachhaltig zu reduzieren und gleichzeitig die Versorgungssicherheit auch in Krisensituationen zu stärken.
Vor diesem Hintergrund untersuchen wir derzeit verschiedene, in der Anästhesie und Intensivmedizin etablierte Beatmungsgeräte und Sauerstoffapplikationssysteme im Hinblick auf ihren Energieverbrauch, ihren Bedarf an medizinischen Gasen sowie ihre Gesamteffizienz.
Mit dieser Arbeit möchten wir einen Beitrag zu einer wirtschaftlicheren, umweltverträglicheren, krisenfesteren und qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung leisten.
Augmented-Reality Tracheotomie: Mehr Sicherheit durch innovative Trainingskonzepte
Projektleiter: Prof. Dr. med. M. Schick, PD. Dr. med. Peter Reinacher
Mitarbeiter: Andreas Wolk
Die Tracheotomie ist ein zentraler Eingriff in der Intensivmedizin und ermöglicht vielen Patient*innen eine sichere Langzeitbeatmung. Gleichzeitig erfordert sie ein hohes Maß an Erfahrung und Präzision, da Verletzungen benachbarter anatomischer Strukturen schwerwiegende Folgen haben können.
Unser Forschungsprojekt untersucht, wie Augmented Reality die Durchführung und Ausbildung in der Tracheotomie sicherer und effizienter gestalten kann. An einem Schweinetrachea-Modell werden über eine Augmented-Reality-Brille die optimale Punktionstrajektorie sowie relevante anatomische Strukturen direkt in das Sichtfeld eingeblendet.
Ziel ist es, die Präzision, Effizienz und Sicherheit des Verfahrens zu verbessern und komplexe Eingriffe unabhängig vom Erfahrungsstand leichter erlernbar zu machen. Im Mittelpunkt steht dabei stets die kontinuierliche Verbesserung der Patient*innensicherheit.
Chronische Schmerzen verhindern, bevor sie entstehen
Projektleiter: Prof. Dr. med. M. Schick, Dr. med. Juliane Sindern, PD. Dr. Gabriel Seifert
Kooperationspartner: Prof. Dr. Verena Klusmann-Weißkopf (Hochschule Furtwangen)
Trotz standardisierter operativer Verfahren und leitliniengerechter Allgemeinanästhesien zeigen manche Patient*innen bereits präoperativ individuelle Unterschiede in der Schmerzverarbeitung. Diese können mit einer erhöhten Schmerzintensität nach der Operation einhergehen und das Risiko für die Entwicklung chronischer postoperativer Schmerzen deutlich erhöhen.
Während die medizinische Versorgung in der unmittelbaren postoperativen Phase in der Regel gewährleistet ist, stellt die langfristige Betreuung von Menschen mit chronischen Schmerzen eine zunehmende Herausforderung dar. Bereits heute bestehen in Deutschland erhebliche Versorgungsengpässe in der Schmerzmedizin. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und begrenzter personeller Ressourcen ist zu erwarten, dass sich diese Situation künftig weiter verschärft. Für Betroffene können daraus langanhaltende Schmerzen und erhebliche Einschränkungen der Lebensqualität sowie der gesellschaftlichen und beruflichen Teilhabe resultieren.
Vor diesem Hintergrund erforschen wir in einem interdisziplinären Team aus Anästhesiologie und Psychologie innovative präoperative Screening-Verfahren zur Identifikation von Risikopatient*innen. Ziel ist es, individuelle Risikoprofile bereits vor einer Operation zu erfassen und darauf aufbauend personalisierte präventive und therapeutische Maßnahmen zu entwickeln. Durch eine gezielte Anpassung perioperativer Behandlungskonzepte möchten wir das Risiko einer Schmerzchronifizierung reduzieren und die Weiterentwicklung einer evidenzbasierten, multimodalen Schmerztherapie fördern.
Spinalanästhesie-induzierte maternale Hypotension
Projektleiter: Prof. Dr. med. M. Schick
Mitarbeiter: Dr. med. Raphael Porsche
Ein Blutdruckabfall der Mutter während der Spinalanästhesie bei einer Kaiserschnittentbindung ist häufig und klinisch relevant. Mögliche Folgen sind Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Kreislaufinstabilität. Gleichzeitig kann die Durchblutung der Plazenta beeinträchtigt und damit auch das Kind gefährdet werden.
Unser Forschungsprojekt verfolgt das Ziel, das individuelle Risiko frühzeitig und präzise vorherzusagen, vorbeugende Maßnahmen zu optimieren und die Behandlung weiter zu standardisieren. So soll die Sicherheit von Mutter und Kind nachhaltig verbessert werden.
Forschungsthema: Target Controlled Infusion
Projektleiter: Prof. Dr. med. M. Schick, Prof. Dr. med. Thorsten Loop
Mitarbeiter: Dr. med. Raphael Porsche
Die Target Controlled Infusion (TCI) ist ein computergestütztes Verfahren zur präzisen Verabreichung von Narkosemedikamenten wie Propofol. Dabei wird die Dosierung so gesteuert, dass eine zuvor festgelegte Konzentration im Blut oder am Wirkort erreicht und möglichst konstant gehalten wird.
Das Eleveld-Modell berücksichtigt patientenbezogene Faktoren wie Alter, Gewicht, Körpergröße und Geschlecht und eignet sich für ein breites Patientenspektrum. Ziel ist eine individuell angepasste, gut steuerbare und sichere Narkoseführung unter kontinuierlicher ärztlicher Überwachung.
Durch die Weiterentwicklung mathematischer Modelle und des Patientenmonitorings verfolgen wir die Vision, einen präzise steuerbaren und vorausschauenden TCI-Modus zu entwickeln.
Digitale Urinauscheidung nach Nierentransplantationen
Projektleiter: Prof. Dr. med. M. Schick
Was wäre, wenn die Urinausscheidung nicht mehr manuell abgelesen werden müsste? Wenn bei einem kritischen Abfall automatisch eine Warnmeldung auf dem Display erscheint? Und wenn sich Komplikationen nach einer Nierentransplantation anhand eines kontinuierlich erfassten Urinprofils früher erkennen ließen?
Unser Projekt zielt darauf ab, die Patientensicherheit zu erhöhen, Komplikationen frühzeitig zu erkennen und Prozesse zugleich effizienter und wirtschaftlicher zu gestalten. Gemeinsam mit dem Start-up-Unternehmen Elixion entwickeln wir digitale Lösungen für eine sicherere und zukunftsorientierte Patientenversorgung.
Individuelle Charakterisierung der HIT-Autoantikörper vermittelten Aktivierung der humanen Fcy-Rezeptoren
Projektleiter: Prof. Dr. med. M. Schick, Dr. rer. nat. Katja Hoffmann
Mitarbeiter: Claudius Biedermann
Die Aktivierung des FcγRezeptors IIa (CD32a) auf Thrombozyten spielt eine erhebliche Rolle bei der Pathogenese der Heparin-induzierten Thrombozytopenie (HIT). Beim Menschen sind zwei Allelvarianten des humanen FcγRezeptors IIa mit entweder einer 131-Histidin (H) oder einer 131-Arginin (R) Mutation bekannt, welche signifikante Unterschiede in der Bindung und Aktivierung des Rezeptors auslösen können. Unsere Forschung zielt darauf ab, eine neue in-vitro Methode nicht nur zur Bindung, sondern explizit auch zur Aktivierung der unterschiedlichen humanen FcγRezeptoren IIa zu etablieren um damit nachfolgend Patienten individuell das Risiko einer HIT-Erkrankung anhand von Autoantikörpern und dem patientenindividuellen Rezeptortyps zu definieren.
transfomare – umwandeln, umgestalten
- Univ.-Prof. Dr. med. N. SchlegelOberarzt der Allgemein- und ViszeralchirurgieLeiter der experimentellen Viszeralchirurgie, Universitätsklinikum Würzburg
- Prof. Dr. med. Armin WiegeringStellvertretender Klinikdirektor, Universitätsklinikum Würzburg
- Prof. Dr. J. WaschkeLehrstuhlinhaber Anatomische Anstalt, Lehrstuhl I, Ludwig-Maximilians-Universität München
- Priv.-Doz. Dipl. Ing.Dr. W. NeuhausPrinciple Sientist, Austrian Intstitute of Technology, Wien/ Österreich
- Dr. rer. nat. C. SteigerLab Head at Bayer - Drug Delivery Innovation, BerlinMassachusetts Institute of Technology, Cambridge, MA, United States
Prof. Dr. C. WunderChefarzt für Anästhesiologie, Robert-Bosch Krankenhaus Stuttgart
- Dr. med. Raphael Porsche
- Andreas Wolk
- Dr. med. Tobias Deisemann
- Claudius Biedermann
Promotionsarbeiten
Fast 60% meiner betreuten Doktorranden sind weiter in der Forschung tätig. 30% konnten mit der Bestnote „summa cum laude“ abschließen. In den letzten Jahren erzielten wir mehrere Promotionspreise und gewannen bei Vortragswettbewerben. Unsere Abschlussquote liegt momentan bei 100%.
Fördern und fordern, wir wollen Sie zu Wissenschaftlern ausbilden. Dies benötigt Zeit, Geduld und eine große Portion Willen, den Sie und wir gemeinsam brauchen. Aus diesem Grund benötigen Sie in der Regel mehr als drei Jahre für den Abschluss.
Die Plätze sind dadurch sehr begrenzt. Sie haben Interesse? Dann bewerben Sie sich bei mir.
Herzlichst, ihr Prof. Dr. M. Schick

