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Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin

Anästhesiologische Translationale Experimentelle Medizingeräte-Forschung und -Informationstechnologie ATEMfit

ATEMfit wurde im Mai 2017 gegründet  

Forschungs- und Aufgabenbereiche von ATEMfit

Grundlagenforschung peer review Verfahren (DFG, EU-Fördermittel)
Entwicklungsforschung und –kooperationen in der angewandten Technologie
Anästhesiologie & Intensivmedizin (vom Prototyp bis zur Zulassung)
Gerätesimulationen und Geräteergonomie-Forschung
Klinische Anwenderstudien, Human Interface, Bedienkonzepte
Service (Wartungen, STKs und Reparaturen an Narkose- und Beatmungsgeräten)
Firstline Service Patientenmonitoring
Beratung und Entwicklung Medizintechnische Informationstechnologien
Geräteschulungen, Gerätetraining
Mechanische Sonderanfertigungen, Mechanische Sonderentwicklungen
Gefahrstoffmessungen Narkosegase / Arbeitsschutz

DFG Grossgeräte-Gutachten
Kaufberatung, Investitionsplanung, HBFG-Anträge
Beratung und Service für externe Krankenhäuser

Anästhesiologische Translationale Experimentelle Medizingeräte-Forschung und -Informationstechnologie ATEMfit


Grundverständnis

Mit der zunehmenden Lebenserwartung steigen gleichzeitig die Erwartungen an eine moderne und möglichst individuelle Medizin. Aber auch immer mehr jüngere Menschen bis hin zum ungeborenen Föten können mit Hilfe der modernen Medizingerätetechnologie überwacht und behandelt werden. Der Mensch und der Umgang mit Medizingeräte- und Informationstechnologie werden im Gesundheitssystem der Zukunft mehr und mehr im Mittelpunkt stehen. Hierzu benötigen wir für uns und unsere Patienten Vertrauen und Sicherheit. Vertrauen, daß die angebotenen Medizingeräte und -Technologien effizient und effektiv funktionieren. Sicherheit, daß diese Medizingeräte und Medizingerätetechnologien diagnostisch mit höchster Sensitivität und Spezifität helfen, Erkrankungen oder krankhafte Veränderungen frühzeitig zu erkennen und somit Anwendern wie Patienten beste technische Sicherheit bei therapeutischen und diagnostischen Interventionen garantieren.

Moderne Medizintechnik und Medizininformationstechnologie in der Forschungsinfrastruktur ATEMfit benötigt für diese Aufgabenstellungen unterschiedliche Partnerschaften. Ausgehend von experimenteller Forschung und Forschungsgruppen im Bereich der Hämodynamik, Organprotektion, Lungenersatzverfahren und Beatmungstechnologien sind multidirektionale Kooperationen mit Medizintechnischen Herstellern, Medizininformations-technologie-Produzenten und Entwicklern neben Verbundnetzwerken zu Materialforschungseinrichtungen und Medizintechnischen Forschungsbetrieben notwendig. Point of care-Systeme, Vermeidung von nosokomialen Infektionen durch Prävention zum Beispiel über antibakterielle, antivirale Oberflächen von Medizingeräten, Frühdiagnostik von Atemwegsassoziierten-Infektionen, online Messung von Blutveränderungen etc. werden und wurden so von ATEMfit  versucht weiterzuentwickeln. In der Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern und Klinikern, dem ebenso engen Austausch mit Patienten, Versorgungsforschern und Gesundheitsökonomen werden zukünftige Anforderungen im Bereich der angewandten Medizin- und Informationstechnologie  erforscht. Kernstück der Analysen von ATEMfit sind dabei Daten und Informationen, die wir im Rahmen wissenschaftlichen Arbeiten unserer Arbeitsgruppen vom Experiment bis hin zur Anwendung in der Therapie jeden Tag erhalten. Medizinische Informationstechnologie dient nicht nur der Diagnostik oder der Therapie von krankhaften Veränderungen, sie dient auch dem Erhalt von Gesundheit.

Unsere ATEMfit Forscher waren im Nationalen Strategieprozess "Innovationen in der Medizintechnik" der Bundesregierung mitbeteiligt. Sie waren die Mit-Initiatoren des Masteronlinestudiengangs Technische Medizin der Universität Freiburg in Kooperation mit der Fachhochschule Furtwangen. Wir bilden Ärzte nicht nur in der Medizin, sondern auch in der Medizintechnik aus.

ATEMfit verfügt dank der eigenen Nachwuchsförderung heute schon über Ärzte mit qualifiziertem Masterabschluß Technische Medizin, die aktiv translationale Medizintechnik-Forschung auf höchstem Niveau betreiben. Weitere Forschungsvernetzungen von ATEMfit bestehen über das BMBF und Großgeräte Gutachten, den wissenschaftlichen Beirat des Studiengangs Technische Medizin der aus Vertretern von Kliniken, der Industrie, die allesamt ausgewiesene Experten auf Gebieten der Medizinphysik und Medizintechnik sind. Unsere Pflegenden arbeiten an über 150 Arbeitsplätzen mit allen modernen Geräten der Beatmungs- und Überwachungstechnologien. Sie sind in klinischen Untersuchungen des Herz-Kreislauf-Monitorings, der point of care-Labordiagnostik, der Sonografie, unterschiedlichster Organüberwachungsverfahren und Organersatzverfahren bestens geschult. Medizintechnische Anwendungen werden vom kleinsten Patienten bis zum Hochbetagten arbeitstäglich in unserer Klinik bei über 40.000 Patienten / Jahr durchgeführt.

In der Fortführung des BMBF-Auftrags „Patientenversorgung verbessern – Innovationskraft stärken“ steht ATEMfit  in engen aktiven wissenschaftlichen Kooperationen mit Herstellern, Forschern und Klinikern anderer Einrichtungen vernetzt. So wurde 2015 erfolgreich eine Hauptteilnahme unserer Klinik am Horizon2020 Förderungsprogramm der EU im Bereich Beatmungstechnologie mit über 1,5 Millionen € gefördert. Weitere DFG Förderungen über ATEMfit  in diesem Bereich erfolgen kontinuierlich.

Ein weiteres neues Forschungs- und Geschäftsfeld von ATEMfit stellen die kontextsensitiven Arbeitsplatzanalysen zur Anwender- und Patientensicherheit von Medizingeräten über unsere Arbeitsplatzsimulation dar. In Zusammenarbeit mit unseren Ingenieuren, Ärzten und Pflegenden werden durch reale Einsatzsimulationen unter zeitgleicher arbeitspsychologischer und arbeitsmedizinischer Stressdiagnostik, die Bedienung von Beatmungsgeräten, Monitoren, Defibrillatoren etc. unter Echtzeitbedingungen (klinische Simulationen) evaluiert und bezüglich der Anwender- und Patientensicherheit getestet. Ausgehend von diesen komplexen Analysen werden über den Einsatz von e-Technologien Geräte anhängige Optimierungsvorschläge durch ATEMfit erarbeitet. Diese können neben dem wissenschaftlichen Diskurs zu weiteren Austausch mit Herstellern führen. ATEMfit  eigene Ingenieurtechnik erforscht zeitgleich alternative Lösungen, die u.a. ebenfalls in der Entwicklung von medizin-techn. Patenten resultiert. Unter der angewandten Medizintechnik werden neben der Forschung zur Patienten- und Anwendersicherheit von Medizingeräten über Kooperationen mit externen die Leistungsfähigkeit von Medizingeräten an besonderen Arbeitsplätzen untersucht. Point of care-Diagnostik und Wartung von Beatmungsgeräten, Überwachungsmonitoren der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin werden über ATEMfit zusätzlich geleistet und angeboten.

Die Begleitung von multidisziplinären Forschungsprojekten in der Beatmungsforschung, die Beauftragung von externen Geräte-Dienstleistungen wie Reparatur, -Wartung und Instandhaltung oder die Erstellung von medizintechnischen Gutachten stellen neben der Erstellung von Medizingeräte-Sicherheitskonzepten und Richtlinien-Anwendungen im Sinne des Medizinprodukterechts weitere mögliche Dienstleistungen von ATEMfit dar.

Anästhesiologische Translationale Experimentelle Medizingeräte-Forschung und -Informationstechnologie ATEMfit

MitarbeiterInnen & Mitglieder:

 

 Anästhesietechnik

 
B. Flamm Beatmungs- und Monitortechnologie
R. Fleck Beatmungs- und Monitortechnologie, Sicherheitsbeauftrager
A. Hinkel Beatmungs- und Monitortechnologie
K. Klein Beatmungs- und Monitortechnologie
K. Mayer Beatmungs- und Monitortechnologie
L. Mildenberger Beatmungs- und Monitortechnologie
M. Mösinger Beatmungs- und Monitortechnologie
G. Schmitt Beatmungs- und Monitortechnologie
G. Eichkorn Geräteaufbereitung und Bereitstellung
M. Kapoor Geräteaufbereitung und Bereitstellung

 

Informationstechnologie

Dipl. Ing. H. Breger Informationstechnologie, med. Informationssysteme, PDMS
B. Fischer Informationstechnologie, med. Informationssysteme, PDMS
M. Huth Informationstechnologie, med. Informationssysteme, PDMS

Wissenschaftliche Mitarbeiter

Prof. Dr. med. S. Heinrich AG Patientensicherheit CIRS
Prof. Dr. med. A. Hötzel AG Organprotektion
Dr. med. F. Humburger AG Herz-Kreislauf
PD Dr. med. J. Kalbhenn AG Extrakorporaler Lungenersatz
Prof. Dr. med. T. Loop AG Hämodynamik
Dipl. Ing. (M. Sc.) S. Lozano-Zahonero AG Atemphysiologie
Dr. Kay Kotkamp, Biologe AG Atemphysiologie
Dr. med. A. Schmutz AG Simulation
PD Dr. med. C. Schwer AG Ultraschall und point of care testing
PD Dr. med. J. Spaeth, (M.Sc.) AG Simulation Medizingerätetechnik
Dr. rer. nat. S. Spassov AG Atemphysiologie
Dipl.-Ing. (M. Sc.) Christin Wenzel AG Atemphysiologie