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Arbeitsgruppen

Pädiatrische Infektiologie und Rheumatologie

Der Abteilung sind fünf experimentelle und klinisch-wissenschaftliche Arbeitsgruppen (AG) angeschlossen, die eng in den Bereichen grundlegende Biologie, Pathogenese, Epidemiologie und Translation in der Infektiologie, Immunentwicklung und Rheumatologie zusammenarbeiten. Die Arbeitsgruppen sind Teil verschiedener nationaler und internationaler Forschungsverbünde, u.a. SFB TRR NeuroMac, PRIMAL-Priming Immunity at the Beginning of Life und ARPEC - Antibiotic Resistence and Prescribing in European Children.

Leitung: Prof. Dr. Philipp Henneke (philipp.henneke@uniklinik-freiburg.de)

Die Arbeitsgruppe „Angeborene Immunität“ befasst sich mit der kindlichen Entwicklung der Immunität gegen Mikroorganismen, die mit Menschen friedlich koexistieren, aber auch schwere Infektionen auslösen können. Dazu werden aus klinischen Fragestellungen abgeleitete Tier- und Zellmodellen analysiert. Weiterhin werden klinisch-epidemiologische Studien durchgeführt. Im Mittelpunkt stehen: 1) die postnatale Entwicklung der zellulären Immunität gegen Staphylokokken, Streptokokken und Zytomegalievirus; 2) Monogene Defekte der angeborenen Immunität; 3) rezeptorbasierte Bakterien-Erkennung; 4) Immunität gegen Mykobakterien; 5) schwere Infektionen bei Säuglingen.

For more information about the "Cellular Innate Immunity" research group, please visit our website “Research for Children“.

Leitung: Prof. Dr. Markus Hufnagel (markus.hufnagel@uniklinik-freiburg.de)

Neben der Patientenversorgung hat die Forschung einen wesentlichen Stellenwert innerhalb der Abteilung Pädiatrische Infektiologie und Rheumatologie. Der Abteilung sind experimentelle und klinisch-wissenschaftliche Arbeitsgruppen (AG) angeschlossen, die Fragen zur Epidemiologie, Pathogenese, Diagnostik, Therapie und Prävention in der pädiatrischen Infektiologie und Rheumatologie untersuchen. Die Arbeitsgruppen sind Teil verschiedener nationaler und internationaler Forschungsverbünde (u.a. Netzwerk der National Institutes of Health, SFB, EU, Connect for Children (c4c), BMBF, GBA).

Nachfolgend finden Sie Informationen zu den Arbeitsgruppen.  Auch über die Forschungsdatenbank [link] der Universität Freiburg und die RE4CH Webseite des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin erhalten Sie weitere Informationen zu den Forschungsaktivitäten unserer Abteilung.

AG Versorgungsoptimierung in der Kinderinfektiologie und Flüchtlingsmedizin

Leiter der Forschungsgruppe:
Prof. Dr. Markus Hufnagel, DTM&H
Oberarzt der Abteilung Pädiatrische Infektiologie und Rheumatologie

Telefon: +49-(0)761 270 45292
Fax: +49-(0)761 270 45010
Email: markus.hufngel@uniklinik-freiburg.de

Die zunehmende Globalisierung in der Welt ermöglicht die rasche Ausbreitung von alten, aber auch neuen Infektionserkrankungen. Die medizinische Versorgung muss auf eine plötzliche Häufung von infektiösen Erkrankungsfällen bis hin zu Pandemien vorbereitet sein. Dazu gehört auch die Ausbreitung multiresistenter Erreger. Gleichzeitig ist das Armentarium an neuen Therapien, v.a. an neuen Antibiotika limitiert, sodass mit den vorhandenen Ressourcen schonender umgegangen werden muss.

Als Mitglied des europäischen PREPARE Consortiums zur Vorbereitung auf mögliche erregerbedingte Epidemien ist das ZKJ Freiburg Mitglied eines neuen Netzwerks aus führenden europäischen Kinderkrankenhäusern, das europaweite, multizentrische Beobachtungsstudien zu akuten Atemwegsinfektionen, schweren ZNS-Infektionen, schwerer Diarrhoe und hämorrhagischem Fieber durchführt. Ziel des Netzwerkes ist es, als Katalysator für das Erkennen und das Management von zukünftigen, potentiell pandemischen Infektionen zu wirken.

Als Mitglied des internationalen Global Point Prevalence Survey of Antimicrobial Consumption and Resistance (GLOBAL-PPS) Projektes und Initiator eines deutschen Kliniknetzwerkes führen wir regelmäßigen Punktprävalenzerhebungen zu antimikrobiellen Substanzen und Resistenzen durch und möchten so das Bewusstsein für einen rationalen Einsatz von antimikrobiellen Substanzen schärfen und die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit antimikrobiellen Substanzen optimieren.

Als Mitinitiator der Arbeitsgemeinschaft Antibiotic Stewardship ambulante Pädiatrie (ABSaP) unterstützen wir das Ziel die antibiotische Therapie in der ambulanten Pädiatrie einschließlich der Schnittstellen zur stationären Medizin (z.B. Notfallambulanzen an den Kliniken) und zu benachbarten Fachdisziplinen zu verbessern. Unterschiedliche ABS-Maßnahmen werden auf ihre Umsetzbarkeit und Wirksamkeit in der klinischen Praxis evaluiert.

Empfehlungen der Fachgesellschaften zur Versorgung von Infektionserkrankungen von Flüchtlingen in der Hochprävalenzphase basierten auf geringer Evidenz. Freiburg und die Region Südbaden waren und sind noch immer wesentlicher Aufnahmeplatz für Flüchtlinge im Kindes- und Jugendalter. Das ZKJ Freiburg ist Teil der ambulanten Versorgungsstruktur in der Landesaufnahmestelle Freiburg. Die gemachten und aktuelle Erfahrungen in der Versorgung von Flüchtlingen werden kontinuierlich evaluiert und in zukünftige Empfehlungen zur Versorgung von Flüchtlingen einfließen.

Team:

Prof. Dr. Markus Hufnagel, DTM&H: Oberarzt; Arbeitsgruppenleiter; Principal Investigator klinischer Studien

Dr. Roland Elling; Funktionsoberarzt; Deputy Principal Investigator klinischer Studien

Dr. Jan Rohr; Facharzt; Subinvestigator klinischer Studien

Dr. Mirjam Freudenhammer; Assistenzärztin; Subinvestigator klinischer Studien

Dr. Benedikt Spielberger; Assistenzarzt; Subinvestigator klinischer Studien

Bianca Rippberger; Study Nurse und Studienkoordinatorin

Medizinische DoktorandInnen


Projekte:

PREPARE (Platform foR European Preparedness Against (Re-)emerging Epidemics

Ziel: Netzwerk aus führenden europäischen Kinderkrankenhäusern, das europaweite, multizentrische Beobachtungsstudien zu akuten Atemwegsinfektionen, schweren ZNS-Infektionen, schwerer Diarrhoe und hämorrhagischem Fieber durchführt. Ziel des Netzwerkes ist es, als Katalysator für das Erkennen und das Management von zukünftigen, potentiell pandemischen Infektionen zu wirken.

Kooperation/Förderung: EU im Rahmen des FP7-Rahmenprogramms HEALTH-2013-INNOVATION-1

Link: https://www.prepare-europe.eu/


Community acquired acute respiratory tract infection (CA-ARTI) in community care in Europe: point prevalence audit study (PPAS) of presentation and management.
Ziel: Vergleichende Beschreibung der klinischen Präsentation und der Behandlung von Patienten mit ambulant-erworbenen Atemwegsinfektionen in Europa.

Kooperation/Förderung: University of Oxford; EU Innovative Medicines Initiative, Wellcome Trust

Link: https://www.phc.ox.ac.uk/phctrials/trial-portfolio/value-dx-point-prevalence-audit-survey


Global Point Prevalence Survey of Antimicrobial Consumption and Resistance (GLOBAL-PPS)

Ziel: Standardisierte Surveillance Methode zur Erhebung von Daten zur antimikrobiellen Verschreibung bei hospitalisierten Kindern und Jugendlichen zur Identifizierung von Ansatzpunkten für die Qualitätsverbesserung in der Verordnung antimikrobieller Substanzen.

Kooperation/Förderung: World HAI Forum; BioMerieux

Link: http://www.global-pps.com/ourproject/

 

Punktprävalenzuntersuchung zur qualitativen Analyse des Einsatzes von Antibiotika und Antimykotika in der pädiatrischen Onkologie und Hämatologie – ein prospektives, multizentrisches, qualitatives Audit (ONKO-PPS)

Ziel: Durchführung von Punktprävalenzerhebungen zum Einsatz von Antibiotika und Antimykotika auf kinderonkologischen Stationen in Deutschland und Abgleich der Verordnung mit Empfehlungen von lokalen und/oder nationalen Leitlinien. Den teilnehmenden Zentren soll so das Bewusstsein für eine angemessene Therapie mit Antiinfektiva geschärft werden und dazu beizutragen, dass grundlegende Strategien des Antibiotic Stewardship in der Kinderonkologie implementiert und nachhaltig gelebt werden. Durch den Austausch der teilnehmenden Zentren untereinander soll die Zusammenarbeit im wichtigen Bereich der supportiven Therapie (Prävention, Kontrolle und Management von Infektionen) in der pädiatrischen Onkologie verbessert werden.

Kooperation/Förderung: Klinik für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie, Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg (https://www.uniklinikum-saarland.de/de/einrichtungen/kliniken_institute/kinder_und_jugendmedizin/klinik_fuer_paediatrische_onkologie_und_haematologie/wir_ueber_uns/personen/prof_dr_med_arne_simon/), Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI)

 

Evaluierung der Einführung einer Antibiotikaliste zur Standardtherapie häufiger Infektionskrankheiten in der pädiatrischen Praxis 
Ziel: Prospektive, kontinuierliche Analyse des Verordnungsverhaltens von Kinder- und Jugendärzten in Baden-Württemberg vor und nach Einführung der Antibiotikaliste zur Standardtherapie häufiger Infektionskrankheiten in der pädiatrischen Praxis. 
Kooperation/Förderung: Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI), Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Projekt antibiotische Therapie in Bielefeld (AnTiB), Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW)
Link: https://dgpi.de/ueber-uns/ausschuesse/arbeitsgemeinschaft-antibiotic-stewardship-ambulante-paediatrie/


Evaluation der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen im Südbaden
Ziel: Analyse der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen im Kindes- und Jugendalter in der Region Südbaden. 
Kooperation/Förderung: Kinderarztpraxis Dr. Fressle, Freiburg; Landeserstaufnahmestelle Freiburg; Abteilung Infektiologie, Innere Medizin, Universitätsklinikum Freiburg; Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Lörrach; Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI), Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ)
 

Klinische Therapiestudien:
An Open-Label, Multicenter Study to Evaluate the Pharmacokinetics, Safety, and Efficacy of Glecaprevir/Pibrentasvir in Pediatric Subjects With Genotypes 1-6 Chronic Hepatitis C Virus (HCV) Infection (M16-123), EUDRACT-Nummer 2016-004102-34, Sponsor Abbvie (https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT03067129)
 

Drittmittelquellen:
EU; World HAI Forum; BioMerieux; Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH); Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI); Abbvie


Weitere Kooperationen:
Epidemiologie und Pathogenese von Infektionen mit Gruppe A- und Gruppe B-Streptokokken: Kollaboration mit Prof. Dr. R. Berner, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin Dresden (https://www.uniklinikum-dresden.de/de/das-klinikum/kliniken-polikliniken-institute/kik/forschung/paediatrische-infektiologie)


Veröffentlichungen:

Microarray Analysis of Group B Streptococci Causing Invasive Neonatal Early- and Late-Onset Infection.
Zürn K, Lander F, Hufnagel M, Monecke S, Berner R.
Pediatr Infect Dis J. 2020 Feb 20. doi: 10.1097/INF.0000000000002627. [Epub ahead of print]

Long-term, single-center surveillance of non-invasive group A streptococcal (GAS) infections, emm types and emm clusters.
Konrad P, Hufnagel M, Berner R, Toepfner N.
Eur J Clin Microbiol Infect Dis. 2020 Feb;39(2):273-280. doi: 10.1007/s10096-019-03719-4. Epub 2019 Nov 22.

Group B Streptococci: Declining Incidence in Infants in Germany.
Wicker E, Lander F, Weidemann F, Hufnagel M, Berner R, Krause G.
Pediatr Infect Dis J. 2019 May;38(5):516-519. doi: 10.1097/INF.0000000000002115.

Use of the WHO Access, Watch, and Reserve classification to define patterns of hospital antibiotic use (AWaRe): an analysis of paediatric survey data from 56 countries.
Hsia Y, Lee BR, Versporten A, Yang Y, Bielicki J, Jackson C, Newland J, Goossens H, Magrini N, Sharland M; GARPEC and Global-PPS networks.
Lancet Glob Health. 2019 Jul;7(7):e861-e871. doi: 10.1016/S2214-109X(19)30071-3.

High Rates of Prescribing Antimicrobials for Prophylaxis in Children and Neonates: Results From the Antibiotic Resistance and Prescribing in European Children Point Prevalence Survey.
Hufnagel M, Versporten A, Bielicki J, Drapier N, Sharland M, Goossens H; ARPEC Project Group.
J Pediatric Infect Dis Soc. 2019 May 11;8(2):143-151. doi: 10.1093/jpids/piy019.
 

 

 

Leitung: Prof. Dr. Markus Hufnagel, DTM&H
Oberarzt der Abteilung Pädiatrische Infektiologie und Rheumatologie

Telefon: +49-(0)761 270 45292
Fax: +49-(0)761 270 45010
Email: markus.hufngel@uniklinik-freiburg.de


Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung zur Pathogenese von chronisch-entzündlichen Erkrankungen ermöglichen neue Diagnostik- und Therapieoptionen für Kinder mit rheumatologischen Erkrankungen. Als einer der größten universitären kinderrheumatologischen Zentren in Deutschland betreuen wir Kohorten zu den unterschiedlichsten kinderrheumatologischen Erkrankungen und können zur Translation von neuen Diagnostikansätzen oder neuen Therapieoptionen in die klinische Praxis beitragen.

Verbesserte Diagnostik in der Kinderrheumatologie führt zu einer früheren Diagnosestellung und einem früheren Therapiebeginn. Das Erreichen bestimmter Therapieziele früh im Krankheitsprozess konnte für einzelne kinderrheumatologische Erkrankungen eine langfristig bessere Prognose zeigen. Dieses „window of opportunity“ Konzept ist Basis einer neuen „treat to target” Strategie in der Kinderrheumatologie. Im Rahmen von nationalen und internationalen kinderrheumatologischen Netzwerken nehmen wir an Diagnostik- und Therapiestudien teil, die dieses Konzept überprüfen will.


Team:

Prof. Dr. Markus Hufnagel, DTM&H: Oberarzt; Arbeitsgruppenleiter; Principal Investigator klinischer Studien

Dr. Roland Elling; Funktionsoberarzt; Deputy Principal Investigator klinischer Studien

Dr. Jan Rohr; Funktionsoberarzt; Subinvestigator klinischer Studien

Dr. Mirjam Freudenhammer; Assistenzärztin; Subinvestigator klinischer Studien

Bianca Rippberger; Study Nurse und Studienkoordinatorin

Astrid Skaletz; Koordinatorin der Kinderkerndokumentation

Medizinische Doktorand*innen


Projekte:

The PRINTO Evidence-based Revision of the International League Against Rheumatism (ILAR) Classification criteria for juvenile idiopathic Arthritis

Ziel: Überarbeitung der aktuellen JIA ILAR-Klassifikationskriterien mittels eines evidenzbasierten Ansatzes unter Verwendung von weltweit verfügbaren klinischen und routinemäßigen Labormessungen, mit dem Ziel homogene klinische Gruppen für zukünftige Therapiestudien zu identifizieren.

Kooperation/Förderung: PRINTO (Paediatric Rheumatology International Trials Organization), Genua, Italien

Link: https://www.printo.it/projects/ongoing/27

 

Handlungs- und Therapie-Protokolle in der Kinder-Rheumatologie (ProKind-Rheuma)

Ziel: Überprüfung von standardisierten evidenz-basierten Behandlungsstrategien mit definierten Therapiezielen zu definierte Zeitpunkten.

Kooperation/Förderung: Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie (GKJR), Gemeinsamer Bundesausschuss (GBA) – Förderprojekte - Versorgungsforschung

Link: https://innovationsfonds.g-ba.de/projekte/versorgungsforschung/pro-kind-rheuma-handlungs-und-therapie-protokolle-in-der-kinderrheumatologie.228

 

Multi-centre, randomised, open-label, blinded endpoint assessed, trial of corticosteroids plus intravenous immunoglobulin (IVIG) and aspirin, versus IVIG and aspirin for prevention of coronary artery aneurysms in Kawasaki disease (KD-CAAP).

Ziel: Überprüfung der Rolle von Corticosteroiden als adjuvante Therapie beim Kawasaki-Syndrom.

Kooperation/Förderung: connect 4 children (c4c), collaborative network for European clinical trials for children

Link: https://www.germannetpaet.de/trials

 

Kinder-Biologika-Register (BiKeR; Biologika in der Kinderrheumatologie)

Ziel: Langfristige Beobachtung von Patienten mit juveniler idiopathischer Arthritis (JIA) über Wirkungen und Nebenwirkungen von der Behandlung mit Biologika im Kindes- und Jugendalter.

Kooperation/Förderung: Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie (GKJR), „unconditional grant“ der Firmen Pfizer, Abbvie, Chugai, Novartis, MSD Sharp & Dohme

Link: https://www.gkjr.de/forschungsprojekte/juvenile-idiopathische-arthritis/kinder-biologika-register-biker/


Langzeitbeobachtung der Anwendung von Biologika / MTX bei im Kindesalter erkrankten Patienten mit chronischer Arthritis (JuMBO – Juvenile Arthritis-Methotrexate-Biologics longterm Observation)
Ziel: Weiterführung der Kinder-Biologika-Registers (BiKeR) zur langfristigen Beobachtung von Patienten mit juveniler idiopathischer Arthritis (JIA) über Wirkungen und Sicherheit von der Behandlung mit Biologika (im Vergleich zum Methotrexat) sowie zu den Folgekosten der JIA im Erwachsenenalter.

Kooperation/Förderung: Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie (GKJR), „unconditional grant“ der Firmen Pfizer, Abbvie, Roche

Link: https://www.gkjr.de/forschungsprojekte/juvenile-idiopathische-arthritis/langzeitbeobachtung-jumbo/fragestellung-konzept/


Kinderkerndokumentation
Ziel: Erfassung der Versorgungssituation rheumakranker Kinder und Jugendlicher in Deutschland im Sinne eines kontinuierlichen Monitorings von (1) Epidemiologie, (2) Krankheitslast, (3) medizinische, soziale und ökonomische Folgen und (4) Prognose rheumatischer Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter.

Kooperation/Förderung: Deutsches Rheuma-Forschungszentrum, Deutsche Kinderrheumastiftung

Link: https://www.gkjr.de/forschungsprojekte/kerndokumentation/

Infektanfälligkeit bei Kindern und Jugendlichen mit rheumatischen Erkrankungen

In Deutschland ist etwa jedes tausendste Kind von einer rheumatischen Erkrankung betroffen. Diese Erkrankungen gehen z.T. mit einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität der jungen Patienten einher. Von erwachsenen Patienten ist bekannt,dass rheumatische Erkrankungen auch eine erhöhte Infektanfälligkeit bedingen können, welche durch die Verwendung immunsuppressiver Medikamente weiter verstärkt werden kann. Zu der Situation bei Kindern gibt es hierzu bisher nur wenig Informationen, weshalb Erkenntnisse aus der Erwachsenenmedizin oftmals einfach auf die entsprechende pädiatrische Population übertragen werden. Die dadurch pauschal angenommene vermehrte Infektanfälligkeit bei Kindern mit rheumatischen Erkrankungen führt allerdings bisweilen zu Maßnahmen, durch welche die Kinder zusätzlich in ihrer Lebensqualität, insbesondere der sozialen Teilhabe, beeinträchtigt werden, wie während der SARS-CoV-2-Pandemie eindrücklich demonstriert wurde (weitreichende Kontaktbeschränkungen bis hin zu Fernbleiben der Schule). Um Kinder mit rheumatischen Erkrankungen adäquat vor tatsächlichen (Infektions-)Risiken schützen, aber gleichzeitig unnötige Maßnahmen vermeiden zu können, ist ein Erfassen des tatsächlichen Infektionsrisikos bei dieser Population im Vergleich zur gesunden Alterskohorte zwingend notwendig.

Dies ist das Ziel der geplanten Studie. Dabei sollen zwei Infektionskategorien unterschieden werden: die bei Kindern extrem häufigen, i.d.R. banalen Atemwegsinfekte und die sehr seltenen schweren Infektionen mit Notwendigkeit einer antibiotischen Behandlung oder Krankenhausaufenthalt. Außerdem soll der Effekt verschiedener (immunsuppressiver) Medikamente sowie die intrinsische Infektanfälligkeit der einzelnen Krankheitsentitäten erfasst und verglichen werden. Die Studie ist als deutschlandweite multizentrische prospektive Kohortenstudie mithilfe der Kinderkerndokumentation des Deutschen Rheumaforschungszentrums (DRFZ) in Berlin konzipiert. Die Patientenkohorte soll mindestens 1.000 Kinder mit juveniler idiopathischer Arthritis (JIA), systemischem Lupus erythematodes (SLE), juveniler Dermatomyositis (JDM) und chronisch nicht-bakterieller Osteomyelitis (CNBO) einschließen. Als Vergleichskohorte sollen mindestens 250 Kinder ohne chronisch-entzündliche muskuloskelettale Erkrankungen und ohne immunsuppressive Therapie dienen. Über einen Zeitraum von zwei Jahren sollen mithilfe von standardisierten Fragebögen bei den Familien Informationen zu leichten und schweren Infektionen der letzten 12 Monate abgefragt werden und parallel über den behandelnden Arzt Informationen zu Aktivität und Therapie der Erkrankungen erfasst werden.


Klinische Therapiestudien:
An extension study of subcutaneous secukinumab to evaluate the long-term efficacy, safety and tolerability up to 4 years in patients with Juvenile Idiopathic Arthritis subtypes of Juvenile Psoriatic Arthritis and Enthesitis Related Arthritis (CAIN457F2304E1), EUDRACT-Nummer 2018-002521-30, Sponsor Novartis (https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT03769168)


RELIANCE – Nicht-interventionelle Studie zum Langzeiteffekt von Ilaris® (Canakinumab)  in der Behandlung von Patienten mit CAPS, FMF, TRAPS und HIDS/MKD im klinischen Alltag (CACZ885DDE06), Sponsor Novartis (https://www.pei.de/SharedDocs/awb/nis-0301-0400/0377.html)


Drittmittelquellen:
PRINTO (Paediatric Rheumatology International Trials Organization); Gemeinsamer Bundesausschuss (GBA); connect 4 children (c4c), collaborative network for European clinical trials for children; „unconditional grants“ der Firmen Pfizer, Abbvie, Chugai, Novartis, MSD Sharp & Dohme, Roche; Deutsches Rheuma-Forschungszentrum; Deutsche Kinderrheumastiftung; Novartis; Eli Lilly


Weitere Kooperationen:
DEAR-Kids-Studie (Diagnostics of Early Atherosclerosis Risk in Kids):
Kollaboration mit Prof. Dr. K.O. Schwab, Pädiatrische Diabetologie und Endokrinologie, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin Freiburg


Veröffentlichungen:

Long-term surveillance of biologic therapies in systemic-onset juvenile idiopathic arthritis: data from the German BIKER registry.
Klein A, Klotsche J, Hügle B, Minden K, Hospach A, Weller-Heinemann F, Schwarz T, Dressler F, Trauzeddel R, Hufnagel M, Foeldvari I, Borte M, Kuemmerle-Deschner J, Brunner J, Oommen PT, Föll D, Tenbrock K, Urban A, Horneff G.
Rheumatology (Oxford). 2019 Dec 17. pii: kez577. doi: 10.1093/rheumatology/kez577. [Epub ahead of print]

Failure to Predict High-risk Kawasaki Disease Patients in a Population-based Study Cohort in Germany.
Jakob A, von Kries R, Horstmann J, Hufnagel M, Stiller B, Berner R, Schachinger E, Meyer K, Obermeier V.
Pediatr Infect Dis J. 2018 Sep;37(9):850-855. doi: 10.1097/INF.0000000000001923.

Practice and consensus-based strategies in diagnosing and managing systemic juvenile idiopathic arthritis in Germany.
Hinze CH, Holzinger D, Lainka E, Haas JP, Speth F, Kallinich T, Rieber N, Hufnagel M, Jansson AF, Hedrich C, Winowski H, Berger T, Foeldvari I, Ganser G, Hospach A, Huppertz HI, Mönkemöller K, Neudorf U, Weißbarth-Riedel E, Wittkowski H, Horneff G, Foell D; PRO-KIND SJIA project collaborators.
Pediatr Rheumatol Online J. 2018 Jan 22;16(1):7. doi: 10.1186/s12969-018-0224-2.

Outcome and Trends in Treatment of Systemic Juvenile Idiopathic Arthritis in the German National Pediatric Rheumatologic Database, 2000-2013.
Klotsche J, Raab A, Niewerth M, Sengler C, Ganser G, Kallinich T, Niehues T, Hufnagel M, Thon A, Hospach T, Horneff G, Minden K.
Arthritis Rheumatol. 2016 Dec;68(12):3023-3034. doi: 10.1002/art.39796.

Kawasaki Disease in Germany: A Prospective, Population-based Study Adjusted for Underreporting.
Jakob A, Whelan J, Kordecki M, Berner R, Stiller B, Arnold R, von Kries R, Neumann E, Roubinis N, Robert M, Grohmann J, Höhn R, Hufnagel M.
Pediatr Infect Dis J. 2016 Feb;35(2):129-34. doi: 10.1097/INF.0000000000000953.

Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin

Postadresse: Mathildenstraße 1
Anfahrt: Heiliggeiststraße 1
D - 79106 Freiburg

Telefon:+49 (0)761 270 - 43000
Telefax:+49 (0)761 270 - 44490