Zu den Inhalten springen

DARE-Studie

DHEA als ergänzende Behandlung bei Depression

An der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg untersuchen wir, ob die zusätzliche Gabe von Dehydroepiandrosteron (DHEA) depressive Beschwerden lindern kann, wenn eine bisherige Behandlung mit einem Antidepressivum nicht ausreichend geholfen hat.
Die DARE-Studie wird an mehreren Studienzentren in Deutschland durchgeführt und von Prof. Dr. med. Christian Otte an der Charité - Universitätsmedizin Berlin koordiniert.
Die DARE-Studie richtet sich an Erwachsene mit einer therapieresistenten Depression. Die bestehende antidepressive Behandlung wird fortgeführt und durch DHEA oder ein Scheinmedikament (Placebo) ergänzt. Die Zuordnung erfolgt nach dem Zufallsprinzip. Mit diesem Vergleich möchten wir herausfinden, ob DHEA einen zusätzlichen Nutzen für die Behandlung bietet.

Für die DARE-Studie suchen wir Erwachsene zwischen 18 und 75 Jahren, deren Depression sich trotz einer Behandlung mit mindestens einem Antidepressivum nicht ausreichend gebessert hat. Eine Teilnahme ist möglich, wenn Sie derzeit kein DHEA und keine Hormonersatztherapie mit Geschlechtshormonen einnehmen, nicht schwanger sind und nicht stillen. Hormonelle Verhütungsmittel sind davon ausgenommen. Weitere Voraussetzungen klären wir im persönlichen Gespräch.
Nach ausführlicher Aufklärung und einer etwa 90-minütigen ärztlichen Voruntersuchung beginnt die sechswöchige Behandlungsphase. Zusätzlich zu Ihrem bisherigen Antidepressivum erhalten Sie täglich DHEA (100 mg) oder ein Scheinmedikament (Placebo). Die Zuteilung erfolgt nach dem Zufallsprinzip; weder Sie noch das Studienteam wissen während der Studie, welche Behandlung Sie erhalten. In dieser Zeit sind fünf Studientermine mit regelmäßiger ärztlicher Betreuung vorgesehen. Zum Abschluss besprechen wir mit Ihnen die weitere Behandlung.
DHEA ist ein körpereigenes Hormon. Ob es depressive Beschwerden zusätzlich lindern kann, wird in dieser Studie untersucht; ein persönlicher Nutzen kann daher nicht zugesichert werden. Mögliche Nebenwirkungen sind unter anderem fettigere Haut, Akne und Veränderungen der Körperbehaarung. Über Risiken und Belastungen informieren wir Sie vor einer Teilnahme ausführlich.

Sie interessieren sich für die Studie? Unser Studienteam beantwortet gerne Ihre Fragen. Eine Kontaktaufnahme ist unverbindlich. Die Teilnahme ist freiwillig; Sie können Ihre Einwilligung jederzeit widerrufen.

Jetzt unverbindlich Interesse anmelden (Kontaktformular)