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Pressemitteilungen

Spende zugunsten der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Freiburger Fachklinik spendet Einnahmen aus einer Solidaritätsaktion der Celenus salvea-Gruppe an Freiburger Vereinigung zur Hilfe für psychisch kranke Kinder und Jugendliche e.V.


Die Celenus Fachklinik Freiburg hat im Rahmen einer jährlich wiederkehrenden Solidaritätsaktion der Celenus salvea-Gruppe 1.000 Euro an die Freiburger Vereinigung zur Hilfe für psychisch kranke Kinder und Jugendliche e.V. gespendet. Am Montag, 4. Juni übergab Hans Ulrich Bilzer, Direktor der Celenus Fachklinik, einen symbolischen Scheck im Garten der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Kindes- und Jugendalter des Universitätsklinikums Freiburg an Vertreter*innen der Vereinigung und der Klinik.

„Wir freuen uns über jede Spende, die uns hilft, Projekte und Maßnahmen umzusetzen, die weder vom Land noch von den Krankenkassen oder dem Jugendamt übernommen werden“, sagt Prof. Dr. Christian Fleischhaker, 1. Vorsitzender des Fördervereins und Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Kindes- und Jugendalter. Mit der Spende sollen neue Spiel- und Kreativmaterialien wie Puzzles und Gesellschaftsspiele sowie Strickwolle und Leinwände für die Tageskliniken für Kinder und Jugendliche erworben werden. „Die Spielmaterialien unterstützen unsere therapeutische Arbeit, indem sie den Kindern und Jugendlichen ermöglichen, ihre sozialen Fähigkeiten zu stärken, ihre Emotionen auszudrücken und in einem sicheren Rahmen zu heilen“, sagt Dr. Madeleine Zimmermann, 2. Vorsitzende der Vereinigung und Oberärztin in der Klinik.

Die Freiburger Vereinigung zur Hilfe für psychisch kranke Kinder und Jugendliche e.V. unterstützt seit 1976 unbürokratisch, wenn sinnvolle Maßnahmen für psychisch kranke Kinder und Jugendliche weder von der Krankenkasse noch vom Jugendamt finanziert werden. Ursprünglich standen die Kinder und Jugendlichen auf den Stationen der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Freiburg im Fokus. Mittlerweile umfassen die Aktivitäten darüber hinaus auch die ambulante Behandlung und insbesondere die Prävention.

(v.r.n.l.): Prof. Dr. Christian Fleischhaker, Ärztlicher Direktor der Klinik und 1. Vorsitzender des Fördervereins, Dr. Madeleine Zimmermann, 2. Vorsitzende und Oberärztin der Klinik, Hans Ulrich Bilzer, Direktor der Celenus Fachklinik

Rekordspendensumme beim 3. Benefiz-Golfturnier zugunsten psychisch kranker Kinder und Jugendlicher erzielt

Der Freiburger Serviceclub Ladies‘ Circle 75 organisierte das Benefiz-Golfturnier und spendet gemeinsam mit vielen lokalen Sponsoren an die Freiburger Vereinigung zur Hilfe für psychisch kranke Kinder und Jugendliche e.V. 25.000€.


Am Samstag den 29.07.23 veranstaltete der Freiburger Serviceclub Ladies‘ Circle 75 mit der Unterstützung des Freiburger Golfclubs und einer Reihe großzügiger lokaler Sponsoren zum dritten Mal ein Benefizgolfturnier.

Am Ende des Turniers konnte der Scheck mit einer Rekord-Spendensumme von 25.000€ durch Fr. Präsidentin Schultheis an Fr. Dr. med. Madeleine Zimmermann, 2. Vorsitzende der Freiburger Vereinigung zur Hilfe für psychisch kranke Kinder und Jugendliche e.V., und an Fr. Dr. med Katja Schneider-Momm, Beisitzerin, beides auch Oberärztinnen an der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Kindes- und Jugendalter am UKF Freiburg, feierlich überreicht werden.

„Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Ihre Gesundheit liegt uns am Herzen, sowohl die körperliche und besonders auch die häufig in ihrer Wichtigkeit verkannte psychische. Daher unterstützt der Ladies‘ Circle 75 mit dem Benefizgolfturnier dieses wichtige Projekt sehr gerne“, führte Fr. Präsidentin Schultheis bei der Übergabe der Spendensumme aus.

In Ihrer Ansprache verdeutlichte Fr. Dr. med. Zimmermann einmal mehr, weshalb es wichtig ist, sich für Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen einzusetzen: „Die Zahl der Notfälle in unserer Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Freiburg ist von 2020 auf 2021 um knapp 30% gestiegen sind und alleine im 1. Quartal 2023 waren nochmals 19% mehr Notfälle zu versorgen im Vergleich zum 1. Quartal 2022.“ Und ergänzte: „Wir von der Freiburger Vereinigung wollen helfen, unbürokratisch und schnell helfen, wenn andere wegschauen, wir wollen hinschauen, unterstützen, ein Haus zu bauen, eine Erweiterung der Klinik, um die Hilfsbedürftigen zu versorgen, die psychisch kranken Kinder und Jugendlichen, die oft als „anders“ gelten und manchmal auch kognitive Entwicklungsstörungen haben, von heute und morgen“.

Langfristig soll eine dringend notwendige Erweiterung des stationären, teilstationären und ambulanten Bereiches auf dem bisherigen Campus der Kinder- und Jugendpsychiatrie umgesetzt werden. „Diese bauliche Erweiterung soll zur zukunftsfähigen Verbesserung der Patientenversorgung in der Versorgungsregion Freiburg für Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen beitragen, dafür ist die Spendensumme eine gute Grundlage“ äußerte sich Fr. Dr. med. Schneider-Momm.

Die Freiburger Vereinigung zur Hilfe für psychisch kranke Kinder und Jugendliche e.V. unterstützt seit 1976 unbürokratisch, wenn sinnvolle Maßnahmen für psychisch kranke Kinder und Jugendliche weder von der Krankenkasse noch vom Jugendamt finanziert werden. Sie leistet vielfältige präventive, ambulante und stationäre Hilfen, v.a. in der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Freiburg. Weitere Infos unter: www.freiburger-kinderhilfe.de

v.l.n.r.: Maja Jena, Katharina Geçit (Sekreätrin, LC 75 Freiburg), Cornelia Rost, Julia Geiger, Dr. Julia Schuler, Dr. Madeleine Zimmermann, Sandra Bartsch, Dr. Schneider-Momm, Melanie Moskopf (Pastpräsidentin, LC 75 Freiburg), Eva Schultheis (Präsidentin LC 75 Freiburg), Yasmin Grandjean, Nicole Benz, Susanne Atila, Dr. Susanne Wienecke, Viktoria Liebherr, Dr. Julia Dierle (Schatzmeisterin LC 75 Freiburg), Natalia Mokhovska, Kristina Hoffmann (Vizepräsidentin LC 75 Freiburg)

Surfen gegen Depressionen

Pilotstudie am Universitätsklinikum Freiburg zu Surftherapie bei Jugendlichen mit Depressionen zeigt erste positive Ergebnisse / Alternative Behandlungsform soll in Deutschland etabliert werden


Depressionen bei Kindern und Jugendlichen sind ein ernstzunehmendes gesundheitliches Problem, das sowohl das Leben der betroffenen Personen als auch ihrer Familien stark beeinflussen kann. Forscher*innen des Universitätsklinikums Freiburg untersuchen in einer zweijährigen Pilotstudie, inwiefern eine spezielle Surftherapie in Kombination mit einer Verhaltenstherapie den Betroffenen helfen kann. Es ist das erste wissenschaftliche Projekt in Deutschland zu diesem Thema. Nach rund einem Jahr kann nun ein erstes positives Zwischenergebnis verzeichnet werden.   

„Wir wollen dazu beitragen, dass die Surftherapie als Behandlungsmöglichkeit für Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen in Deutschland etabliert wird“, sagt Prof. Dr. Christian Fleischhaker, kommissarischer Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Kindes- und Jugendalter des Universitätsklinikums Freiburg. Deswegen ist es auch ein besonderes Forschungsinteresse herauszufinden, ob das Projekt in Regionen durchführbar ist, die nicht direkt am Meer liegen. Nach der Auswahl von geeigneten Teilnehmer*innen durch verschiedene Diagnostikgespräche fand eine dreimonatige Gruppentherapie in Freiburg statt. „So konnten wir als Therapeut*innen schon mit den Jugendlichen arbeiten und ein Vertrauensverhältnis – auch in der Gruppe – aufbauen“, sagt Bettina Hearn, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin an der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Kindes- und Jugendalter des Universitätsklinikums Freiburg und Leiterin der Studie. Ergänzt wurde die Therapie durch vielfältige Bewegungseinheiten. Diese bestanden aus sanften Aufwärmübungen, Einheiten im Hallenbad, Stand-Up-Paddling auf einem Freiburger See sowie aus einem einwöchigen Surftherapiecamp auf der Insel Sylt.

Ein Jahr nach Projektbeginn kann nun ein vielversprechendes Zwischenfazit gezogen werden. „Wir konnten deutliche Verbesserungen bezüglich der depressiven Symptomatik feststellen“, sagt Hearn. „In Einzel- und Familiensitzungen haben wir die Rückmeldungen bekommen, dass die Kinder und Jugendlichen wieder aktiver und offener waren und ein gesteigertes Selbstwertgefühl verspürten.“

Selbstvertrauen durch Sport stärken

Surftherapie ist eine Form der Psychotherapie, die die positiven Effekte des Surfens auf die körperliche und geistige Gesundheit nutzt. Die körperliche Betätigung beim Surfen kann dabei helfen, den Körper zu entspannen und Stress abzubauen. Gleichzeitig kann das Erfahren von Erfolgserlebnissen und das Entwickeln neuer Fähigkeiten das Selbstvertrauen stärken und das Selbstwertgefühl verbessern. Die Surftherapie ist jedoch kein Ersatz für eine konventionelle Therapie, sondern sollte als Ergänzung oder Alternative zu anderen Therapieformen gesehen werden.

Die spendenfinanzierte Studie wird in Kooperation mit wirmachenwelle e.V. durchgeführt. Der Verein fördert Kinder und Jugendliche mittels sportbezogener erlebnispädagogischer und therapeutischer Programme. Im Jahr 2022 wurden die Kosten von der Heidehof Stiftung getragen.

 

Das dazugehörige Interview mit Bettina Hearn können Sie sich "hier" ansehen.

Quelle: wirmachenwelle e.V.

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