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Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Kindes- und Jugendalter

Gemeinsam mit Kind, Eltern und Experten

Zu uns kommen Kinder und Jugendliche mit vielfältigen Erkrankungen, angefangen von Depression und Angsterkrankungen über Essstörungen, schwerwiegenden Sucht- und Persönlichkeitsstörungen bis hin zu schweren Lebenskrisen. Am Beginn jeder Behandlung – ambulant oder stationär in unserer Klinik – steht ein ausführliches Gespräch mit unseren Patienten und mit den Eltern.

Je nach Art der Beschwerden schließen sich weitere ärztliche und psychologische Untersuchungen an. Bei der Diagnostik und Therapie arbeiten wir fachübergreifend mit anderen Abteilungen des Universitätsklinikums zusammen. Besonders wichtig ist jedoch die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Arzt, Patient und Familie. Darum erstellen wir gemeinsam mit Patienten und Eltern einen Behandlungsplan, der unter Mitwirkung aller Beteiligten umgesetzt wird.

Klinikleitung
Ärztlicher Direktor:Prof. Dr. med. Eberhard Schulz
Stellvertreter und Leitender Oberarzt:Prof. Dr. med. Christian Fleischhaker
Geschäftsführender Oberarzt:Dr. Monica Biscaldi-Schäfer
Leitende Psychologin:Dr. phil. Barbara Haack-Dees
Pflegedienstleitung:Christian Wylegalla

 

 

 

Die Klinik ist ein eigener Lehrstuhl und bildet gemeinsam mit der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie und der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie das Zentrum für Psychische Erkrankungen des Universitätsklinikums der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Die Abbildung veranschaulicht die aktuelle Struktur der Klinik.

Die Aufteilung in die Bereiche Krankenversorgung (stationärer Bereich, ambulanter Bereich), Forschung und Lehre sowie Aus- und Weiterbildung kann nur künstlich sein, da vielfältige Verflechtungen zwischen den Bereichen - wie bei einer Universitätsklinik selbstverständlich - vorhanden sind, im Arbeitsablauf ebenso wie in der personellen Ausstattung.

Der Bereich der Krankenversorgung gliedert sich zunächst in den stationären Bereich (Akut Aufnahmestation und Kinder- und Jugendlichenstation) sowie in den teilstationären Bereich (Tagesklinik). Ein Nachsorge- und Rehabilitationskonzept für Jugendliche Patienten mit schwerwiegenden psychiatrischen Erkrankungen befindet sich derzeit in Planung. Der ambulante Bereich gliedert sich in eine Hochschul- und psychiatrische Institutsambulanz (PIA).

Auf der Station Emminghaus stehen Behandlungsplätze zur Akutversorgung von Adoleszenten mit schwerwiegenden psychiatrischen Erkrankungen sowie zur Krisenintervention bei akuter Fremd- und Selbstgefährdung zur Verfügung. Die Station kann bei Bedarf geschlossen geführt werden. Schwerpunktmäßig werden hier psychiatrische Erkrankungen aus dem Bereich der Persönlichkeitsstörungen, der schizophrenen und affektiven Psychosen, Adoleszentenkrisen, drogeninduzierte Zustandsbilder, Patienten mit akuter Suizidalität, chronifizierte Formen der Eßstörungen mit entsprechender Selbstgefährdung, Patienten mit selbstverletzendem Verhalten u.a. auch im Rahmen von geistiger Behinderung und/oder Autismus behandelt.

Bei der Station Ruffin handelt es sich um eine gemischte Kinder- und Jugendlichenstation. Einen Schwerpunkt bildet hier die Behandlung von kinder- und jugendpsychiatrischen Erkrankungen, die aufgrund des Schweregrades und der meist vorhandenen Comorbidität nicht oder noch nicht teilstationär bzw. ambulant behandelt werden können. Hierzu gehören Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren anderer Art, tiefgreifende Entwicklungsstörungen, Hyperkinetische Störungen, kombinierte Störungen des Sozialverhaltens und der Emotionen, Tic-Störungen, Zwangsstörungen, Enuresis, Enkopresis, Anpassungsstörungen und andere reaktive Störungen des Kindesalters.

Im Rahmen der Tagesklinik erfolgt schwerpunktmäßig die teilstationäre Behandlung von Kindern im Grund- und Vorschulalter aus der Stadt Freiburg und den angrenzenden Landkreisen. Bei dieser Gruppe der Vor- und Grundschulkinder finden sich überwiegend - neben den kinderpsychiatrischen Syndromen - multiple Entwicklungsrückstände im sprachlichen, motorischen, sozialen und emotionalen Bereich. Es überwiegen Kinder mit verschiedenen Formen des Hyperkinetischen Syndroms, Autistischen Syndromen, Tic-Störungen, Anpassungsstörungen, Eßstörungen, körperlichen Erkrankungen und zusätzlichen comorbiden psychiatrischen Störungsbildern und Belastungen.

Der ambulante Bereich der Klinik gliedert sich in eine psychiatrische Instituts- und eine Hochschulambulanz. Er übernimmt die ambulante kinder- und jugendpsychiatrische Diagnostik und Therapie sowie die vorstationärer Behandlung und Nachsorge. Der Einzugsbereich der Patienten liegt schwerpunktmäßig in der Stadt Freiburg und den angrenzenden Landkreisen, erstreckt sich aber weit über die Kreisgrenzen hinaus. Neben der Hochschulambulanz und der Psychiatrischen Institutsambulanz konnten Spezialambulanzen für Teilleistungsstörungen, tiefgreifende Entwicklungsstörungen, Psychosen und Eßstörungen etabliert werden. Über die Ambulanz erfolgt im Tagdienst auch der fachärztliche Konsildienst für das Universitätsklinikum und andere Krankenhäuser der Stadt Freiburg.

Im Rahmen der Ambulanz besteht die Möglichkeit zur Ableitung von EEG, Evozierten Potentialen sowie zur Durchführung spezieller neurophysiologischer und neuropsychologischer Untersuchungsverfahren. Jeder Patient wird bei Erstvorstellung ärztlich untersucht, und in der Regel erfolgt zusätzlich eine psychologische Untersuchung, die - je nach Fragestellung - eine Leistungs- und Persönlichkeitsdiagnostik beinhaltet.

Die Klinik verfügt über eigene Labors, so daß auch laborchemische Untersuchungen, Drogenscreenings, Arzneimittelspiegelbestimmungen etc. direkt durchgeführt werden können.

Das Behandlungskonzept berücksichtigt den Stand der empirischen Forschung, der belegt, daß psychische Störungen und Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen zumeist multifaktoriell bedingt sind. Dies führt auch zu einem mehrdimensionalen Vorgehen in der Diagnostik, bei der Therapie und in der Rehabilitation.

Im Rahmen eines multimodalen Behandlungskonzeptes bildet die Einbeziehung der Familien in die Behandlung der Kinder und Jugendlichen einen Behandlungsschwerpunkt. Dies kann in Form von Elternberatung, Elterntraining oder Familientherapie erfolgen. Bei den störungsspezifischen Therapieprogrammen hat neben den psychotherapeutischen Behandlungsmethoden auch die medikamentöse Behandlung in Abhängigkeit vom Schweregrad der Grunderkrankung und unter Berücksichtigung von Comorbiditäten einen besonderen Stellenwert (z.B. im Rahmen der Behandlung von Psychosen).

Hinsichtlich der psychotherapeutischen Behandlung kommt der Verhaltenstherapie ein besonderer Stellenwert zu. Es werden Einzel- und Gruppentherapien sowie im Rahmen der Psychoedukation Gruppenangebote für die Eltern der erkrankten Kinder und Jugendlichen durchgeführt. Neben der Verhaltenstherapie, Spezifische Psychiatrische Fachpflege, Familientherapie, Gesprächspsychotherapie, Spieltherapie und Motopädie /-therapie finden heilpädagogische und funktionelle Übungsbehandlungen - speziell im Bereich der Tagesklinik - statt. Darüber hinaus stehen, je nach Indikation, ergotherapeutische, musiktherapeutische, und krankengymnastische Therapieangebote zur Verfügung.

Während der Behandlungszeit sind die Patienten Schülerinnen und Schüler der Klinikschule (Staatliche Schule für Kranke). In direkter Nachbarschaft zur Klinik besuchen die Kinder und Jugendlichen den Unterricht im Schulhaus.

Die Klinik arbeitet intensiv mit der Schule zusammen, um schulische Rückschritte möglichst zu verringern und die Wiedereingliederung in die Heimatschule zu erleichtern.

Homepage der Klinikschule

Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Kindes- und Jugendalter

Hauptstraße 8
79104 Freiburg

Sekretariat: Kathrin Muck-Schatten
Telefon: 0761 270-65550
Telefax: 0761 270-69490
E-Mail: kathrin.muck-schatten@uniklinik-freiburg.de
 

Ärztlicher Direktor

Prof. Dr. Eberhard Schulz

Ambulanzanmeldung

Telefon: 0761 270-68730
Mo-Do: 8:00 - 16:15 Uhr
Fr:        8:00 - 15:00 Uhr

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