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Abteilung Epileptologie - EpilepsiezentrumKlinik für Neurochirurgie

Epilepsie & Cannabis

Mehr als 400 Bestandteile der Cannabispflanze (Cannabinoide) sind bekannt, von denen einige derzeit in verschiedenen Bereichen der Medizin erfolgreich eingesetzt werden. Dazu zählen die Schmerzbehandlung, die Behandlung von Erbrechen und Spastik. In der Behandlung von Epilepsie gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Einzelfallberichten, Fallserien und klinischen Studien, die bei Cannabis-Einnahme bei einem Teil der Patienten Verbesserung der Anfallskontrolle fanden. Auf die Anfallshäufigkeit oder –schwere können die Bestandteile THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol) der Cannabis-Pflanze günstige Effekte erzielen.
Gegenwärtig sind weder THC noch CBD zur Behandlung von Epilepsie zugelassen. CBD hat jedoch den Status als „Orphan drug“, d.h. eines Medikamentes zur Epilepsiebehandlung bei bestimmten Epilepsieformen, erhalten. Mit einer Zulassung auf das Dravet-Syndrom und auf das Lennox-Gastaut-Syndrom wird 2019 gerechnet. Darüber hinaus können Ärzte den Einsatz von Cannabinoiden dennoch bereits jetzt in Fällen erwägen, in denen andere Behandlungsverfahren nicht hinreichend wirksam waren.

Bei Vorliegen einer schweren Epilepsieform und einer Pharmakoresistenz bieten wir nach Prüfung der einzelnen Situation eine Behandlung mit Cannabinoiden an. Diese erfolgt im Rahmen einer Komplexbehandlung und unter sorgfältiger Beobachtung sowie nach umfassender Beratung über Therapieformen und mögliche Nebenwirkungen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Abteilung Prächirurgische Epilepsiediagnostik

Aktuelles


Ärztlicher Leiter:
Prof. Dr. Schulze-Bonhage
Breisacher Str. 64
D-79106 Freiburg
Telefon: 0761 270 53660
Telefax: 0761 270 50030
E-Mail: epilepsiezentrum@uniklinik-freiburg.de