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Abteilung Prächirurgische Epilepsiediagnostik – EpilepsiezentrumKlinik für Neurochirurgie

Epilepsie & Depressionen

Patienten mit Epilepsie leiden häufiger unter depressiven Symptomen als Gesunde. In vielen Fällen liegt die Ursache hierfür in der Erkrankung des Gehirns (neurobiologische Ursache) selbst. Die Funktionsstörung bedingt also nicht nur die epileptischen Anfälle, sondern kann auch erheblich zu psychischen Symptomen beitragen. Nicht alle Epilepsieformen tragen das gleiche Risiko für die Entwicklung depressiver Symptome. Insbesondere wenn die Epilepsie ihren Ursprung im Schläfenlappen hat und somit das limbische System (derjenige Bereich im Gehirn, der für die Verarbeitung von Gefühlen zuständig ist) beteiligt ist, treten vermehrt Depressionen auf.

 

Welche Wege gibt es, Depressionen zu behandeln?

- bei milden Formen kann körperliche Aktivität sich gut auf die Stimmung auswirken
- den Wechsel von Antiepileptika, die ein höheres Risiko für das Aufkommen depressiver Symptome haben, hin zu solchen, die sich stabilisierend oder positiv auf die Stimmung auswirken. Der behandelnde Arzt wird Sie hierzu beraten.
- der Einsatz von Vagus-Nerv-Stimulation kann zu einer Verbesserung der Stimmung führen, unabhängig von der Wirkung auf die Anfallsfrequenz
- eine psychotherapeutische Behandlung kann hilfreich sein
- Antidepressiva wie Citalopram/Escitalopram, Venlafaxin und Mirtazapin können ohne Gefahr für die Epilepsie eingesetzt werden

Abteilung Prächirurgische Epilepsiediagnostik

Aktuelles


Ärztlicher Leiter:
Prof. Dr. Schulze-Bonhage
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