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Station 3

Schwerpunktstation für Allgemeinpsychiatrie und Suchterkrankungen

Ärztliche Leitung: Dr. Stefan Vestring

Die Station 3 ist eine offen geführte allgemeinpsychiatrische Akutstation mit dem Schwerpunkt auf affektiven Störungen und Suchterkrankungen. Behandelt werden hier v.a. Patientinnen und Patienten mit depressiven Erkrankungen, bipolaren Störungen sowie komorbiden oder eigenständigen Abhängigkeitserkrankungen, die keiner geschützt-geschlossen geführten Therapie bedürfen.

Die Station verfügt über 14 voll- und 4 teilstationäre Behandlungsplätze.

Behandlungskonzept
Die Behandlung erfolgt medikamentös und psychotherapeutisch ergänzt durch komplementäre Therapien und Stimulationsverfahren. Für eine leitliniengerechte Therapie stehen alle etablierten Verfahren zur Verfügung, darunter:

  • Psychotherapeutische Kurzzeitbehandlung (Einzel- und Gruppentherapie)
  • Pharmakologische Akutbehandlung und Rezidivprophylaxe
  • Einsatz digitaler Gesundheitsanwendungen (DIGAs)
  • Repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS)
  • Elektrokonvulsionstherapie (EKT)
  • Ketaminbehandlung
  • Entspannungstherapie (PMR, Achtsamkeit, Imagination)
  • Ergotherapie und Musiktherapie
  • Physiotherapie und Sportgruppen
  • Sozialarbeiterische Unterstützung und Angehörigenarbeit
  • Alltagspraktisches Training und Belastungserprobungen
  • Teilnahme an klinischen Studien

Qualifizierte Entzugsbehandlung (QE)
Die qualifizierte Entzugsbehandlung bei Abhängigkeitserkrankungen verbindet den medizinisch begleiteten körperlichen Entzug mit einer störungsspezifischen psychotherapeutischen Motivations- und Kompetenzbehandlung. Im Mittelpunkt stehen die individuelle Auseinandersetzung mit dem bisherigen Konsummuster und die Entwicklung einer tragfähigen Abstinenzmotivation in einer wertschätzenden, gleichberechtigten Atmosphäre.
Die Behandlungsdauer beträgt bei Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit in der Regel 21 Tage oder länger, abhängig von komorbiden psychischen Störungen. Eine Entzugsbehandlung bei Konsum illegaler Substanzen ist auf dieser Station nicht möglich.

Nachsorge und Weiterbetreuung
Wir legen besonderen Wert auf eine strukturierte Weiterversorgung nach dem stationären Aufenthalt. Bei entsprechender Indikation besteht die Möglichkeit einer bis zu zweiwöchigen nachstationären Behandlungsphase. Ergänzend setzen wir im Rahmen des Entlassmanagements überbrückend digitale Gesundheitsanwendungen (DIGAs) ein, um die Versorgungskontinuität bis zur Anbindung an ambulante Strukturen zu unterstützen. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit Suchtberatungsstellen, Selbsthilfegruppen, Fachkliniken und niedergelassenen Behandlern im südbadischen Raum.

Aufnahme
Stationäre Aufnahmen auf Station 3 erfolgen vorwiegend über unsere Sprechstunde für Abhängigkeitserkrankungen und die Sprechstunde für therapieresistente Depressionen sowie durch Übernahmen von der geschützten Akutaufnahmestation und durch die psychiatrische Institutsambulanz oder über niedergelassene Psychiater.