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Klinik für Thoraxchirurgie

Luftröhrenchirurgie

Thoraxchirurgie

Eine Einengung der Luftröhre führt zu Atemnot, da die Lunge nicht mehr mit ausreichend Luft versorgt wird. Die Folgen sind eine verminderte körperliche Leistungsfähigkeit, Luftnotgefühl und bei höhergradigen Einengungen auch ein deutlich hörbares Atemgeräusch. Die Einengung kann dabei verschiedene Ursachen haben:

  • nach Luftröhrenschnitten
  • nach langdauernder künstlicher Beatmung
  • nach Unfällen
  • durch chronische Entzündungen
  • bei gut- oder bösartigen Tumoren der Luftröhre

Abb. 1: Computertomographie des Halses mit Nachweis einer kurzstreckigen Engstelle der Luftröhre (rote Pfeile) direkt am Unterrand des Kehlkopfes.

Anwendungsgebiete: Wann sind Operationen an der Luftröhre erforderlich?

Operationen an der Luftröhre oder bronchoskopische Interventionen sind erforderlich bei Luftröhrenverletzungen wie z. B. nach Verkehrsunfällen, bei gut- und bösartigen Tumoren der Luftröhre und bei symptomatischen Luftröhrenverengungen anderer Ursache.

Welche Operationsverfahren kommen in der Luftröhren-Chirurgie zur Anwendung?

Je nach Ausmaß und Beschaffenheit der Veränderung werden unterschiedliche Operationsverfahren angewandt:

  • Entfernung eines Teils der Luftröhre mit End-zu-End-Anastomose (Naht)
  • Entfernung der Stenose und Hochzug der Trachea mit Fixierung direkt unterhalb des Kehlkopfes (Abb. 2-4). Operationen mit Rekonstruktion der Luftröhre z. B. mit Rippenknorpel

Abb. 5: Stents zur Stabilisierung der Luftröhre und der Bronchien.

In den Fällen in denen eine Operation nicht möglich oder nicht notwendig ist, kann eine Engstelle auch bronchoskopisch aufgeweitet, abgetragen oder mittels Stent offen gehalten werden (s. Stabilisierung der Bronchien)(Abb. 5).

Ablauf: Welche Untersuchungen werden vor einer Luftröhrenoperation vorgenommen?

Vor einer Operation an der Luftröhre erfolgt zunächst eine Bronchoskopie mit Festlegung des Ausmaßes der Veränderung und des Rest-Durchmessers der Luftröhre, sowie der Länge und der Beschaffenheit einer möglichen Verengung (Stenose). Komplettiert werden die Untersuchungen durch die Messung des Atemwegswiderstandes in der Lungenfunktionsprüfung und durch eine Computertomographie oder der Luftröhre mit 3-D-Darstellung (s. Diagnostik).

Jet-Ventilation: Wie erleichtert dieses Verfahren die Luftröhren-Chirurgie?

Eine besondere Erleichterung für die Luftröhren-Chirurgie ist die bei uns verfügbare Jet-Ventilation. Hierbei handelt es sich um ein besonderes, effektives und sicheres Beatmungsverfahren. Bei normalerweise angewendeten Beatmungsverfahren ohne Jet-Ventilation erfolgt die Beatmung durch Erzeugung eines Überdruckes über einen Beatmungsschlauch. Bei Operationen im Atemwegsbereich ist dieser Schlauch für den Operateur hinderlich. Daher bedient man sich hier der Jet-Ventilation. Dabei wird ein Sauerstoff-Luft-Gemisch mit hohem Druck und in kurzen Impulsen (Jet) über einen dünnen Katheter in die Atemwege geleitet. Dieser schafft für den Operateur wesentlich bessere Platzverhältnisse. Durch die kurzen Impulse bei der Jet-Ventilation werden die Lungenbewegungen, die bei der Lungenchirurgie hinderlich sind, ohne Gefährdung des Gasaustausches minimiert.

Klinik für Thoraxchirurgie

Robert-Koch-Klinik
Hugstetter Straße 55
79106 Freiburg

Sie finden uns in der:
Sir-Hans-A.-Krebs-Straße.

Ärztlicher Direktor

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