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Klinik für Innere Medizin IHämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation

Brustkrebs

Was ist Brustkrebs?

Brustkrebs, das sogenannte Mammakarzinom, ist ein bösartiger Tumor der Brustdrüse. Jede 8. bis 10. Frau ist im Laufe ihres Lebens betroffen, womit Brustkrebs die häufigste Tumorerkrankung bei Frauen überhaupt darstellt. Das mittlere Erkrankungsalter beträgt 63 Jahre. Bei Frauen zwischen dem 30. und 60. Lebensjahr ist Brustkrebs die häufigste Todesursache in der westlichen Welt. Allerdings können auch Männer diese Erkrankung entwickeln. Wird die Erkrankung frühzeitig erkannt, bestehen gute Heilungschancen. Dafür wird ab dem 30. Lebensjahr der Frau eine jährliche Tastuntersuchung empfohlen. Zusätzlich wird von den Krankenkassen zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr alle 2 Jahre eine Röntgenuntersuchung der Brust (Mammographie) angeboten.

Ursachen

Warum Brustkrebs auftritt, bleibt oft unklar. Zwar wird eine ganze Reihe von Risikofaktoren beschrieben, allerdings weisen 70-80 % der Patientinnen mit Brustkrebs davon keine auf. Genetische Faktoren spielen bei jungen Frauen eine wichtige Rolle, was bedeutet, dass bei Vorliegen naher Blutsverwandter mit dieser Erkrankung ein erhöhtes Risiko besteht. Außerdem gehören u.a. bestimmte Brustveränderungen, steigendes Alter und bereits früher einmal durchgemachter Brustkrebs zu den Risikofaktoren.

Diagnose

Etwa 80 bis 90 % aller Veränderungen der weiblichen Brust werden von den betroffenen Frauen selbst entdeckt. Die regelmäßige Vorsorge nimmt einen sehr hohen Stellenwert ein. Als Krankheitszeichen können auftreten: Neu aufgetretener, unscharf begrenzter Knoten, Verhärtungen oder derbe Stellen der Brust, neu aufgetretene Größen- und Umrissveränderungen der Brüste, neu aufgetretene Verhaltensunterschiede der Brüste beim Heben der Arme, Vorwölbung oder Verdickung einer Brust, plötzlich auftretende Rötung einer Brust, Hauteinziehungen oder Apfelsinenhaut, Hautveränderungen oder Absonderungen aus der Brustwarze, Knoten in der Achselhöhle. Unspezifische Zeichen können Leistungsknick, Gewichtsverlust oder Knochenschmerzen sein.

Bei Personen mit familiär erhöhtem Risiko für Brustkrebs sollte eine Vorstellung beim Humangenetiker zur Beratung erfolgen.

Beim Aufsuchen eines Arztes zum Ausschluss von Brustkrebs erfolgen zunächst ein ausführliches Gespräch sowie eine gründliche körperliche Untersuchung, insbesondere der Brust und der Achsellymphknoten. Im Rahmen einer Blutuntersuchung kann Aufschluss über die Funktion einzelner Organe gewonnen werden. Außerdem werden zur Erfassung des Ausdehnungsgrades bildgebende Diagnoseverfahren angewandt, zu denen Röntgenaufnahmen inklusive Mammographie, Ultraschall, evtl. Magnetresonanz- bzw. Computertomographie (MRT/CT) und Skelettszintigraphie gehören. Typischerweise können Metastasen lokal in Lymphknoten, Knochen, Lunge oder Leber auftreten.

Neben der Bildgebung wird eine Gewebeprobe (Biopsie) angestrebt, um den Tumor durch den Pathologen beurteilen zu lassen. Am Gewebepräparat können die Tumorzellen außerdem auf das Vorliegen bestimmter Eigenschaften untersucht werden (Vorhandensein von Östrogen- und Progesteron-Rezeptor, Her-2/neu-Überexpression), durch die sich unter Umständen therapeutische Optionen bieten.

Therapie

In Abhängigkeit vom Typ und Stadium des Brustkrebses sowie weiterer etablierter Prognoseparameter wird ein Therapieplan festgelegt. Wie bei vielen anderen Krebserkrankungen können die klassischen Therapieformen Operation, Bestrahlung und Chemotherapie, ggf. sequentiell, angewandt werden. Beim Brustkrebs kommen noch weitere Optionen hinzu durch antihormonelle oder Antikörpertherapie sowie Bisphosphonate, die auch zur Stabilisierung des Skelettsystems bei Knochenmetastasen und zur Schmerzreduktion beitragen.

Aufgrund verbesserter Operationsmöglichkeiten ist heutzutage in vielen Fällen eine Amputation, d.h. komplette Entfernung der weiblichen Brust, nicht mehr notwendig. Falls dieses doch durchgeführt werden muss, besteht die Möglichkeit zur Rekonstruktion der Brust durch körpereigenes oder –fremdes Material.

Für weiterführende Informationen bitten wir um Kontaktaufnahme zu
Prof. Dr. Waller.

Terminvereinbarung

Ansprechpartner

Frau B. Hartmann
Telefon+49 (0) 761 270-34050
Telefax+49 (0) 761 270-32060
barbara.hartmann@uniklinik-freiburg.de