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Klinik für Innere Medizin IHämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation

Lungenkrebs

Was ist Lungenkrebs?

Lungenkrebs ist eine bösartige Erkrankung, die von entarteten Zellen des Lungengewebes ausgeht. Es ist die dritthäufigste Krebserkrankung sowohl des Mannes als auch der Frau. Keine andere Krebserkrankung hat in den letzten Jahrzehnten so stark zugenommen. Noch sind von Lungenkrebs fast dreimal häufiger Männer als Frauen betroffen, die jedoch wahrscheinlich aufgrund veränderter Rauchgewohnheiten deutlich aufholen. Insgesamt erkranken jährlich ca. 46.000 Menschen in Deutschland an Lungenkrebs, das mittlere Erkrankungsalter beträgt bei beiden Geschlechtern 68 Jahre.

Hauptursache für Lungenkrebs ist die Inhalation von Tabakrauch. Besonders schlecht werden die krebsfördernden Gifte des Zigarettenrauchs von jungen Menschen, insbesondere Frauen abgebaut. Selbst durch Passivrauchen kann Lungenkrebs entstehen. Erfreulicherweise sinkt das Risiko für Lungenkrebs nach Beendigung des Tabakkonsums ab: nach fünf Jahren ist das Risiko um 60%, nach 15 bis 20 Jahren um bis zu 90% gesunken.

Ursachen

Es ist bewiesen, dass Zigarettenkonsum die Hauptursache für Lungenkrebs ist. Ca. 85% aller Menschen, die an dieser Erkrankung sterben, sind Raucher. Weitere Faktoren bei der Entstehung der Erkrankung sind Umwelteinflüsse, genetische Veranlagung sowie ein höheres Lebensalter. Einer Reihe von Schadstoffen wie Asbest, Nickel, Chrom oder Lösungsmittel wird ebenfalls eine mögliche ursächliche Rolle zugeschrieben.

Diagnose

Lungenkrebs ist primär häufig asymptomatisch und wird erst spät entdeckt. Häufige Frühsymptome sind Schwäche, wiederholte Erkältungen ohne Besserung auf Antibiotika, chronischer Husten bzw. bei Rauchern eine Änderung der Qualität des gewohnten Hustens sowie Blut im Auswurf. Weiterhin können Atemnot, Schmerzen, Gewichtsverlust oder Lähmungen auftreten.

Zu den ersten Schritten der Diagnostik gehört neben der Anamnese die klinische Untersuchung des Patienten. Im Rahmen einer Blutuntersuchung kann Aufschluss über die Funktion einzelner Organe gewonnen werden sowie nach Tumormarkern gesucht werden, die typischerweise bei Lungenkrebs erhöht sein können. Zur definitiven Sicherung der Diagnose wird eine Gewebeprobe (Biopsie) angestrebt, die anschließend vom Pathologen hinsichtlich Bösartigkeit und Lungenkrebstyp untersucht wird. Zur Biopsiegewinnung ist in der Regel eine Spiegelung entweder der Bronchien (Bronchoskopie) oder des mittleren Brustraumes (Mediastinoskopie) notwendig. Bei einigen Patienten kann sich Flüssigkeit zwischen dem Rippen- und Lungenfell bilden (Pleuraerguss). Diese Flüssigkeit kann durch eine Pleurapunktion entfernt werden, wodurch sich zum einen die dadurch möglicherweise bedingte Luftnot verbessert, zum anderen weiteres Material für Untersuchungszwecke gewonnen werden kann, um die Ausdehnung der Erkrankung zu bestimmen.

Wenn der Lungenkrebs bei der Diagnosestellung schon weiter fortgeschritten ist, können sich über Blut- oder Lymphgefäße bereits in anderen Organen des Körpers Tochtergeschwülste (Metastasen) gebildet haben. Bei Lungenkrebs bilden sich diese typischerweise zunächst in Lymphknoten im Bereich des ursprünglichen Tumorherdes, später besonders häufig in der Leber, in den Knochen und im Gehirn. Zur Festlegung des Ausdehnungsgrades erfolgen daher weitere Diagnoseverfahren. Zu diesen gehören Röntgenaufnahmen, Ultraschall, Computer- oder Magnetresonanztomographie (CT/MRT), Skelettszintigraphie oder Positronenemissionstomographie (PET). Außerdem kann durch eine Lungenfunktionsprüfung gezeigt werden, ob der Patient über ausreichende Reserven zum Atmen verfügt, wenn Teile der Lunge oder sogar ein ganzer Lungenflügel operativ entfernt werden müssen.

Therapie

Je nach Ausbreitung und feingeweblichem Typ des Lungenkrebses wird interdisziplinär, d.h. durch ein fachübergreifendes Gespräch zwischen Chirurgen, Onkologen und Strahlentherapeuten, ein Therapieplan festgelegt. Wie bei vielen anderen Krebserkrankungen können somit prinzipiell alle drei üblichen Therapieformen, nämlich Operation, Chemotherapie und Bestrahlung, ggf. in Kombination, angewandt werden. Seit einiger Zeit werden auch Antikörper und Tyrosinkinase-Inhibitoren bei der Behandlung eingesetzt. Eine Heilung ist bei Behandlung in frühen Stadien möglich.

Für weiterführende Informationen bitten wir um Kontaktaufnahme zu
Prof. Dr. Waller.

Terminvereinbarung

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barbara.hartmann@uniklinik-freiburg.de