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Klinik für Innere Medizin IHämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation

Tumoren des Kopf-Hals-Bereichs

Was sind Kopf-Hals-Tumoren?

In der Bundesrepublik Deutschland erkranken jährlich ca. 10.400 Menschen an einem Krebs im Bereich der Mundhöhle oder des Rachens, von denen ca. 75% Männer sind. Am häufigsten treten diese Erkrankungen jenseits des fünften Lebensjahrzehnts auf, jedoch sind gerade in den letzten Jahren zunehmend auch jüngere Menschen betroffen. Kaum eine andere Tumorerkrankung hat so starke Auswirkungen auf das Leben des Betroffenen und ist daher – auch aus sozialen Gründen – schwer zu akzeptieren. Aufgrund verbesserter Behandlungsmethoden können heute jedoch viele der Patienten geheilt werden. Zu den Kopf-Hals-Tumoren werden unter anderem die folgenden Krebserkrankungen gerechnet:

  • Mundhöhlenkarzinom
  • Pharynxkarzinom (Rachenkrebs)
  • Larynxkarzinom (Kehlkopfkrebs)
  • Krebserkrankungen von Lippe, Zunge oder Gaumen
  • Speicheldrüsenkrebs
  • Tumoren der Nase und Nasennebenhöhlen
  • Tumoren des äußeren Ohres und der Gehörgänge
  • Tracheakarzinom (Luftröhrenkrebs)

Ursachen

Die Hauptursache ist Nikotinmissbrauch in Form von Tabakrauchen. Die Wahrscheinlichkeit wird weiter durch übermäßigen Konsum von hochprozentigem Alkohol erhöht.

Schlechte Mundhygiene kann zur Entstehung des Mundhöhlenkarzinoms beitragen. Etwa 25% der oralen Plattenepithelkarzinome sind mit Humanen Papillomaviren (HPV) assoziiert. Bei entsprechender genetischer Disposition kann eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus zu Nasenrachenkrebs führen. Schilddrüsen- und Speicheldrüsentumoren können durch eine erhöhte Strahlenexposition ausgelöst werden. Krebs an der Lippe oder im Gesicht kann als Folge lang andauernder Sonnenbestrahlung und häufiger Sonnenbrände entstehen. Ein Teil der Kopf-Hals-Tumoren wird durch bestimmte beruflich bedingte Schadstoffe (Asbest, Holz- und Metallstäube, chrom- und nickelhaltige Farben und Lacke) sowie vitaminarme Ernährung begünstigt.

Diagnose

Oft werden Kopf-Hals-Karzinome aufgrund der Symptome durch den Patienten selbst festgestellt. Bei dauerhaften Schwellungen, Schluckbeschwerden, Fremdkörper- oder Kloßgefühl sowie Schmerzen und Kratzen im Hals, Blutbeimengungen beim Abhusten, länger als 3 Wochen anhaltender Heiserkeit oder nicht abheilenden Wunden im Mundbereich sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Bei der ärztlichen Vorstellung erfolgen ein ausführliches Gespräch und eine gründliche körperliche Untersuchung, die evtl. eine Spiegeluntersuchung z.B. des Kehlkopfes (Laryngoskopie) beinhaltet. Im Rahmen einer Blutuntersuchung kann Aufschluss über die Funktion einzelner Organe gewonnen werden. Bei einer Erhärtung des Verdachts auf eine bösartige Erkrankung folgen weitere bildgebende Diagnoseverfahren, zu denen Röntgenaufnahmen, Ultraschall, Computer- oder Magnetresonanztomographie (CT/MRT), Positronenemissionstomographie (PET) oder eine Skelettszintigraphie gehören. Neben der Bildgebung wird eine Gewebeprobe (Biopsie) angestrebt, um die Bösartigkeit und das Ursprungsgewebe des Tumors durch den Pathologen beurteilen zu lassen.

Therapie

Im Rahmen der Ausbreitungsdiagnostik, auch genannt Tumorstaging, wird die Ausdehnung des Tumors untersucht, wobei auch auf das Vorhandensein von Tochtergeschwülsten (Metastasen) geprüft wird. Anschließend kann der Einsatz verschiedener Therapieoptionen evaluiert werden. Dabei können wie bei vielen anderen Krebserkrankungen auch die drei typischen Therapieformen Operation, Strahlentherapie und Chemotherapie, ggf. in Kombination, zum Einsatz kommen.

Für weiterführende Informationen bitten wir um Kontaktaufnahme zu Prof. Dr. Waller.

Terminvereinbarung

Ansprechpartner

Frau B. Hartmann
Telefon+49 (0) 761 270-34050
Telefax+49 (0) 761 270-32060
barbara.hartmann@uniklinik-freiburg.de