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Klinik für Strahlenheilkunde

Prof. Dr. med. Anca-L. Grosu ist die diesjährige Empfängerin des Alfred-Breit-Preises.

Alfred-Breit-Preis 2020 für Freiburger Strahlentherapeutin

Prof. Dr. med. Anca-L. Grosu wurde für ihre herausragende wissenschaftliche Arbeit von der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie gewürdigt

Prof. Dr. med. Anca-L. Grosu, Ärztliche Direktorin der Klinik für Strahlenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg, wurde für ihre wissenschaftlichen Arbeiten zur Integration der biologischen Bildgebung in die Strahlentherapie-Planung mit dem diesjährigen Alfred-Breit-Preis ausgezeichnet. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird jährlich von der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) vergeben und gilt als eine der renommiertesten Auszeichnungen in diesem Feld.

Zur Person: Prof. Dr. med. Anca-L. Grosu

Grosu studierte Medizin an der Universität Cluj-Napoca (Klausenburg) in Rumänien und ging anschließend nach München, wo sie von 1990 bis 2006 am Klinikum Rechts der Isar der Technischen Universität München tätig war. Nach einem Forschungsjahr an der Harvard Medical School in Boston, USA, wurde Grosu 2007 Direktorin der Klinik für Strahlenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg. 2018 wurde sie in die Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina berufen und ist seit Januar 2020 stellvertretende Senatorin der Sektion Radiologie der Leopoldina Akademie.

Der Alfred-Breit-Preis erinnert an einen der Wegbereiter der modernen Strahlentherapie, Prof. Dr. Alfred Breit, und wird seit 2012 von der DEGRO jährlich vergeben. Die Auszeichnung würdigt herausragende Forschungsarbeiten und Entwicklungen in der Radioonkologie, die zu erkennbaren Fortschritten in der Krebstherapie beitragen.

Kontakt:
Prof. Dr. Anca-Ligia Grosu
Ärztliche Direktorin
Klinik für Strahlenheilkunde
Universitätsklinikum Freiburg
Telefon: 0761 270-94610
anca.grosu@uniklinik-freiburg.de

Überreichung  des Preises an Prof. Vaupel (li.) durch Dr. A. Mehta, Director des Brahma Kumaris‘  Research Centre, Mumbai/Indien

Hohe Auszeichnung für das Lebenswerk von Professor Dr. Peter Vaupel

Für seine bedeutenden wissenschaftlichen Leistungen zur Lokal-Hyperthermie bösartiger Tumoren hat Prof. Dr. Peter Vaupel (Klinik für Strahlenheilkunde) den Lifetime Achievement Award 2020 der Indian Association of Hyperthermic Oncology and Medicine (IAHOM) erhalten. Der Preis wurde Prof. Vaupel am 15.02.2020 in Mumbai/Indien im Rahmen einer festlichen Zeremonie auf dem Kongress der international anerkannten Fachgesellschaft verliehen.

Mit dieser Auszeichnung werden die präklinischen und klinischen Forschungsergebnisse und Publikationen von Prof. Vaupel gewürdigt, die bis heute zu den weltweit meistzitierten Arbeiten auf diesem Gebiet gehören und entscheidende Grundlagen für moderne Krebstherapien geschaffen haben. Weiterhin werden seine wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der gestörten Sauerstoff-Versorgung von bösartigen Tumoren ausgezeichnet.

Die Kombinationsbehandlung aus Hyperthermie und Strahlentherapie kommt seit 2018 in unserer Klinik bei oberflächlich gelegenen Tumoren und Metastasen zum Einsatz und zeichnet sich durch ein sehr günstiges Verhältnis aus Wirkung in den Krebszellen und Nebenwirkungen im gesunden Gewebe aus.

Prof. Vaupel, emeritierter Direktor des Instituts für Physiologie und Pathophysiologie der Universitätsmedizin Mainz, ist seit 2019 Visiting Professor/Gastwissenschaftler an der Klinik für Strahlenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg und begleitet die Hyperthermie-Behandlungen in unserer Klinik auf wissenschaftlicher Seite. Unter seiner Leitung konnten seither bereits mehrere gemeinsame Forschungsarbeiten veröffentlicht worden.

BZ-Artikel: Uniklinik Freiburg startet Vortragsreihe mit ihren Stars der Wissenschaft

In einer Vortragsreihe des Uniklinikums stellen Freiburger Mitglieder der Akademie der Wissenschaften "Leopoldina" ihre Forschungen vor. Den Auftakt macht die Direktorin der Klinik für Strahlenheilkunde Anca-Ligia Grosu.

Link zum Archiv der Badischen Zeitung:

https://www.badische-zeitung.de/eine-personalisierte-strahlentherapie--182395822.html

Pressespiegel-Exemplar des Universitätsklinikums Freiburg

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Eine Stunde Spitzenforschung: Die Kraft der Bilder in der Radioonkologie

Neue Vortragsreihe mit Freiburger Mitgliedern der renommierten Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften / Vertiefte Einblicke in hochkarätige Forschung und Gelegenheit zum Gespräch

Es gilt als eine Art Ritterschlag für Wissenschaftler*innen, hier Mitglied zu werden: Die Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften gilt als älteste dauerhaft existierende naturforschende Akademie der Welt. In der neuen Vortragsreihe „Eine Stunde Spitzenforschung“ des Universitätsklinikums Freiburg berichten Freiburger Leopoldina-Mitglieder über ihre Entdeckungen, deren Bedeutung für die Medizin und darüber hinaus. Die Themen reichen von Angststörungen über Entwicklungen der Rechtsmedizin bis hin zu neuen Therapieansätzen bei Krebs. Die Veranstaltungsreihe, die von der Leopoldina unterstützt wird, richtet sich an ein Publikum mit einem allgemeinen Interesse an aktuellen Forschungsfragen, Wissenschaftler*innen sowie Studierende. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht notwendig.

Den Auftakt macht Prof. Dr. Anca-L. Grosu, Ärztliche Direktorin der Klinik für Strahlenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg mit einem Vortrag zum Thema „Die Kraft der Bilder in der Radioonkologie“ am Mittwoch, 5. Februar 2020 um 18.30 Uhr im Hörsaal der Klinik für Frauenheilkunde, Hugstetter Str. 55 in Freiburg. Nach dem rund 40-minütigen Vortrag gibt es Gelegenheit für Fragen und Gespräche.

Neue Bildgebung für hochpräzise Bestrahlung verringert Nebenwirkungen

Mit bildgebenden Verfahren blicken die Strahlentherapeut*innen in den Menschen hinein, um die Krebs-Behandlung mit chirurgischer Präzision durchzuführen. „Dank rasanter Entwicklungen der Bildgebung in der Radiologie und der Nuklearmedizin hat sich die Strahlentherapie in den letzten Jahren grundlegend verändert. Die Therapie ist heute hochpräzise und wesentlich nebenwirkungsärmer als früher“, sagt Grosu, die an dieser Entwicklung maßgeblich beteiligt war. „Methoden der künstlichen Intelligenz werden zusätzliche Daten liefern und so die Grundlage für eine stark personalisierte Strahlentherapie bereiten. Daran forschen wir mit Hochdruck“, so Grosu. Über die Entwicklungen der letzten Jahre sowie zukunftsträchtige Ansätze spricht die Ärztliche Direktorin im Rahmen ihres Vortrags.

Prof. Dr. med. Anca-L. Grosu

Grosu studierte Medizin an der Universität Cluj-Napoca (Klausenburg) in Rumänien und ging anschließend nach München, wo sie von 1990 bis 2006 am Klinikum Rechts der Isar der Technischen Universität München tätig war. Nach einem Forschungsjahr an der Harvard Medical School in Boston, USA, wurde Grosu 2007 Direktorin der Klinik für Strahlenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg. 2018 wurde sie in die Leopoldina berufen und ist seit Januar 2020 stellvertretende Senatorin der Sektion Radiologie der Leopoldina.

Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften

Die 1652 gegründete Leopoldina hat rund 1.600 Mitglieder aus aller Welt, darunter sieben Wissenschaftler*innen des Universitätsklinikums Freiburg. Ihre Aufgabe ist die Förderung der Wissenschaften durch nationale und internationale Zusammenarbeit sowie wissenschaftsbasierte Beratung von Öffentlichkeit und Politik. Seit 2008 steht sie unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

Weitere Termine von „Eine Stunde Spitzenforschung“:

  • Mittwoch, 1. April 2020, 18.30 Uhr
    Medizinische Kriminalistik am Beispiel der experimentellen Wundballistik
    Prof. Dr. Stefan Pollak, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Rechtsmedizin
    Universitätsklinikum Freiburg

  • Mittwoch, 20. Mai 2020, 18.30 Uhr
    MRT 4.0 - alte und neue Herausforderungen für die Kernspintomographie
    Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Hennig, Wissenschaftlicher Direktor der Medizin Physik der Klinik für Radiologie
    Universitätsklinikum Freiburg

  • Mittwoch, 9. September 2020, 18.30 Uhr
    Epigenetik – Schnittstelle zwischen Risiko und Resilienz bei psychischen Erkrankungen
    Prof. Dr. Dr. med. Katharina Domschke, Ärztliche Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
    Universitätsklinikum Freiburg

  • Dienstag, 5. November 2020, 18.30 Uhr
    Erbliche Veranlagung als Risikofaktor für Leukämie
    Prof. Dr. Charlotte Niemeyer, Ärztliche Direktorin der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie
    Universitätsklinikum Freiburg

Alle Vorträge finden im Hörsaal der Klinik für Frauenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg, Hugstetter Str. 55 in Freiburg, statt.

Das Plakat zum ersten Vortrag finden Sie unter: www.uniklinik-freiburg.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/1949-eine-stunde-spitzenforschung-die-kraft-der-bilder-in-der-radioonkologie.html

Kontakt
Johannes Faber
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Freiburg
Telefon: 0761 270-84610
johannes.faber@uniklinik-freiburg.de

Diese computergenerierte Ansicht zeigt einen Teil des Mars an der Grenze zwischen Dunkelheit und Tageslicht. Bildquelle: NASA/JPL-Caltech Weiteres kostenfreies Fotomaterial ist auf der Seite der NASA erhältlich.

Strahlenforschung für die Reise zum Mars

Forscher des Universitätsklinikums Freiburg untersuchen die Einflüsse kosmischer Strahlung auf blutbildende Stammzellen / Verständnis ist wichtig für bemannte Langzeitmissionen im Weltraum

Die European Space Agency (ESA) fördert ein Forschungsprojektder Klinik für Strahlenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg im Rahmen ihres CORA-IBER-Programms. Das Programm zielt auf eine bessere Erforschung der Folgen von kosmischer Strahlung auf den menschlichen Organismus ab. Die aus geladenen Teilchen bestehende kosmische Strahlung kann schwerwiegende Schädigungen des menschlichen Körpers verursachen und stellt daher ein zentrales Problem für die bemannte Raumfahrt dar. Insofern ist ein tiefgreifendes Verständnis der Biologie kosmischer Strahlung von der ESA als Meilenstein zur Realisierung zukünftiger bemannter Langzeitmissionen im Weltraum identifiziert worden. Die Freiburger Forscherinnen und Forscher untersuchen nun Einflüsse der Teilchenstrahlung auf das blutbildende System und die Regenerationsfähigkeit des Knochenmarks. Langfristiges Ziel der Forschung ist herauszufinden, ob und wie blutbildende Stammzellen geschützt oder nach einer Schädigung wieder aktiviert werden können.

„Nur wenn wir besser verstehen, welche Schäden kosmische Strahlung im Körper von Astronauten ausrichtet, kann die Gesundheit der Astronauten auch bei Langzeitmissionen geschützt werden“, sagt Projektleiter PD Dr. Dr. Nils Nicolay, leitender Oberarzt der Klinik für Strahlenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg. „Denkbar wären neben Abschirmmaßnahmen gegen die Strahlung beispielsweise Aktivierung gesunder strahlenresistenter Stammzellen“, so Nicolay. Die Teilchenstrahlung, der Astronauten allein auf dem Weg zum Mars und zurück ausgesetzt wären, ist mit mehr als 600 Millisievert mehrere hundert Mal höher als die natürliche Strahlenexposition auf der Erde.

Die Arbeitsgruppe von Nicolay beschäftigt sich intensiv mit der Strahlenwirkung auf adulte mesenchymale Stammzellen im Kontext von Strahlenschäden im Normalgewebe. Im Rahmen eines kompetitiven internationalen Ausschreibungsverfahrens warb Nicolay zusammen mit Dr. Alexander Rühle, Mitarbeiter der Arbeitsgruppe und Assistenzarzt der Klinik für Strahlenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg, die Aufnahme in das CORA-IBER-Programm sowie Strahlzeit für Teilchenstrahlung im Wert von etwa 50.000 Euro am Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum ein.

Das Projekt soll im Rahmen einer bereits etablierten Kooperation mit Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie sowie der Universität Heidelberg realisiert werden.

Kontakt:
PD Dr. Dr. Nils Nicolay
Leitender Oberarzt
Klinik für Strahlenheilkunde
Universitätsklinikum Freiburg
Telefon: 0761 270-95200
nils.nicolay@uniklinik-freiburg.de

Ärztliche Direktorin

Prof. Dr. med. Anca-L. Grosu

Direktorin der Klinik für Strahlenheilkunde

Ärztliche Leiterin des Medizinischen Versorgungszentrums Universitätsklinikum Freiburg