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Klinik für Strahlenheilkunde

Diese computergenerierte Ansicht zeigt einen Teil des Mars an der Grenze zwischen Dunkelheit und Tageslicht. Bildquelle: NASA/JPL-Caltech Weiteres kostenfreies Fotomaterial ist auf der Seite der NASA erhältlich.

Strahlenforschung für die Reise zum Mars

Forscher des Universitätsklinikums Freiburg untersuchen die Einflüsse kosmischer Strahlung auf blutbildende Stammzellen / Verständnis ist wichtig für bemannte Langzeitmissionen im Weltraum

Die European Space Agency (ESA) fördert ein Forschungsprojektder Klinik für Strahlenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg im Rahmen ihres CORA-IBER-Programms. Das Programm zielt auf eine bessere Erforschung der Folgen von kosmischer Strahlung auf den menschlichen Organismus ab. Die aus geladenen Teilchen bestehende kosmische Strahlung kann schwerwiegende Schädigungen des menschlichen Körpers verursachen und stellt daher ein zentrales Problem für die bemannte Raumfahrt dar. Insofern ist ein tiefgreifendes Verständnis der Biologie kosmischer Strahlung von der ESA als Meilenstein zur Realisierung zukünftiger bemannter Langzeitmissionen im Weltraum identifiziert worden. Die Freiburger Forscherinnen und Forscher untersuchen nun Einflüsse der Teilchenstrahlung auf das blutbildende System und die Regenerationsfähigkeit des Knochenmarks. Langfristiges Ziel der Forschung ist herauszufinden, ob und wie blutbildende Stammzellen geschützt oder nach einer Schädigung wieder aktiviert werden können.

„Nur wenn wir besser verstehen, welche Schäden kosmische Strahlung im Körper von Astronauten ausrichtet, kann die Gesundheit der Astronauten auch bei Langzeitmissionen geschützt werden“, sagt Projektleiter PD Dr. Dr. Nils Nicolay, leitender Oberarzt der Klinik für Strahlenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg. „Denkbar wären neben Abschirmmaßnahmen gegen die Strahlung beispielsweise Aktivierung gesunder strahlenresistenter Stammzellen“, so Nicolay. Die Teilchenstrahlung, der Astronauten allein auf dem Weg zum Mars und zurück ausgesetzt wären, ist mit mehr als 600 Millisievert mehrere hundert Mal höher als die natürliche Strahlenexposition auf der Erde.

Die Arbeitsgruppe von Nicolay beschäftigt sich intensiv mit der Strahlenwirkung auf adulte mesenchymale Stammzellen im Kontext von Strahlenschäden im Normalgewebe. Im Rahmen eines kompetitiven internationalen Ausschreibungsverfahrens warb Nicolay zusammen mit Dr. Alexander Rühle, Mitarbeiter der Arbeitsgruppe und Assistenzarzt der Klinik für Strahlenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg, die Aufnahme in das CORA-IBER-Programm sowie Strahlzeit für Teilchenstrahlung im Wert von etwa 50.000 Euro am Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum ein.

Das Projekt soll im Rahmen einer bereits etablierten Kooperation mit Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie sowie der Universität Heidelberg realisiert werden.

Kontakt:
PD Dr. Dr. Nils Nicolay
Leitender Oberarzt
Klinik für Strahlenheilkunde
Universitätsklinikum Freiburg
Telefon: 0761 270-95200
nils.nicolay@uniklinik-freiburg.de

Patiententag in der Klinik für Strahlenheilkunde: Mit neuen Methoden gegen Prostatakrebs

BZ-Artikel zum Patiententag "Mit neuen Methoden gegen Prostatakrebs" vom Samstag 9.11.2019

09.11.2019 Patiententag zu Strahlentherapie bei Prostatakrebs

Link zur Pressemitteilung "Patiententag zu Strahlentherapie bei Prostatakrebs"

Interview mit Prof. Dr. med. Anca-L. Grosu im Stadtkurier

Stadtkurier - Wochenzeitung für Freiburg, 05.09.2019

"PATIENTEN PROFITIEREN VON ERFAHRUNG, WISSEN UND HIGHTECH-MEDIZIN"

Link zum Interview im Stadtkurier

Das Interview finden Sie auf Seite 3.

Interview radiocorax "Bildkraft in der Strahlentherapie"

Wenn wir über Bilder sprechen geht es meistens um Filme, Fotografie, Bildende Kunst. Dabei sollten wir nicht vergessen, dass verschiedenste Bereiche der Naturwissenschaften und der Medizin auf Bildgebenden Verfahren beruhen. Zum Beispiel in der Strahlentherapie: Seit der Erfindung des Röntgens hat sich einiges getan in der Radiologie - und tut sich auch heute noch. Darüber haben wir haben mit Prof. Dr. Anca Grosu gesprochen, die Strahlentherapeutin am Uniklinikum Freiburg ist.

Link: Interview Frau Prof. Dr. Grosu "Bildkraft in der Strahlentherapie"

Artikel Badisches Tagblatt - Geringe Belastung dank optimaler Atemtiefe

Uniklinik Freiburg: Innovative Bestrahlungskontrolle bei Brustkrebs mit 3D-Scan

Tief einatmen – 100. Brustkrebs-Patientin profitiert von innovativer Bestrahlungskontrolle

Eine von acht Frauen erkrankt in ihrem Leben an Brustkrebs. Mit Hilfe hochpräziser Spezialkameras und einem innovativen Verfahren macht die Klinik für Strahlenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg die Behandlung von Brustkrebs-Patientinnen noch sicherer und effizienter.

Das eingesetzte „Deep Inspiration Breath Hold“-Verfahren (DIBH) basiert auf einem einfachen, aber wirkungsvollen Trick. Die Patientin atmet tief ein, wodurch sich die Brust hebt und sich etwas vom darunter liegenden Herzen entfernt. Über Spezialkameras wird die dreidimensionale Körperoberfläche der Patientin vermessen. Nur in der optimalen Liegeposition beginnt die Hochpräzisionsbestrahlung. Die Klinik für Strahlenheilkunde ist die einzige Einrichtung der Region, die das System einsetzt. Nun ist die 100. Patientin unter Kontrolle des 3D-Scans erfolgreich bestrahlt worden.

„Bei linksseitiger Brustbestrahlung konnten wir die Strahlenbelastung des Herzens im Schnitt um etwa 40 Prozent verringern im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden. Das ist ein enormer Fortschritt“, sagt Prof. Dr. Anca-Ligia Grosu.

Über die erforderliche Atemtiefe erhält die Patientin selbst visuelle Rückmeldung. Dies kann über eine halbtransparente Datenbrille geschehen, in der Symbole helfen, die richtige Atemtiefe zu finden. Alternativ kann die Rückmeldung auch über farbiges Raumlicht erfolgen.
Auch wenn das Prinzip der DIBH einfach erscheint, erfordert die Umsetzung viel Erfahrung.

„Die Strahlentherapie ist eine extrem wirksame Waffe gegen Krebs, sie ist aber auch sehr komplex“, sagt Prof. Grosu.

Pressemitteilung zur innovativen Behandlungsmethode

Link zum 360° DIBH-Video

Die Zukunft der Lungenkrebs-Therapie: Innovative Diagnostik und Therapie

Internationales Symposium mit Schwerpunkt Lungenkrebs am 22. und 23. März 2019 am Universitätsklinikum Freiburg

In Deutschland erkranken jährlich fast 54.000 Menschen an Lungenkrebs. Noch immer ist es die häufigste Krebstodesursache bei Männern. Doch dank neuer Forschungsansätze gibt es in der Diagnostik und Therapie von Lungenkrebs wesentliche Fortschritte. Diese werden am 22. und 23. März 2019 auf dem 8. Langendorff Symposium des Universitätsklinikums Freiburg präsentiert. Das Symposium zieht wie in den vergangenen Jahren weltweit führende Krebs-Experten an, unter anderem aus den USA, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz. Schwerpunkte der Tagung sind die Weiterentwicklungen in den Bereichen Bildgebung, Immunologie, Chirurgie und Strahlentherapie. Auf diesen Forschungsgebieten konnten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Universitätsklinikums Freiburg im Rahmen großer Studien wesentliche neue Erkenntnisse gewinnen.

„Durch die enormen Fortschritte in der Therapie können wir heute viel mehr Menschen mit Lungenkrebs helfen oder sogar heilen als es vor einigen Jahren der Fall war“, sagt Prof. Dr. Anca-Ligia Grosu, Ärztliche Direktorin der Klinik für Strahlenheilkunde. Sie leitet das Symposium gemeinsam mit Prof. Dr. Bernward Passlick, Ärztlicher Direktor der Klinik für Thoraxchirurgie des Universitätsklinikums Freiburg und Prof. Dr. Justus Duyster, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin I (Schwerpunkt: Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation) des Universitätsklinikums Freiburg. Die beteiligten Kliniken arbeiten im von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Lungenkrebszentrum eng mit weiteren Fachdisziplinen zusammen und belegen bundesweit eine Spitzenposition in der Behandlung des Lungenkarzinoms.

Weitere Informationen zum 8. Langendorff-Symposium finden Sie unter: www.langendorff-symposium.de

Ärztliche Direktorin

Prof. Dr. med. Anca-L. Grosu

Direktorin der Klinik für Strahlenheilkunde

Ärztliche Leiterin des Medizinischen Versorgungszentrums Universitätsklinikum Freiburg