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Therapie mit CAR-T-Zellen

für Lymphome und Leukämien

Therapieverfahren

In der Behandlung von unkontrollierten Lymphomen und Leukämien bietet die CAR-T Zelltherapie einen innovativen Therapieansatz mit neuen Heilungschancen.
Es handelt sich hierbei um patienteneigene T-Zellen, welche einen sogenannten chimären Antigenrezeptor (CAR) an der Oberfläche tragen.
Patienten werden T-Zellen entnommen und gentechnisch dergestalt verändert, dass sie CAR-Strukturen auf ihrer Zelloberfläche aufweisen. Diese CAR-T-Zellen können zielgerichtet Oberflächenmerkmale auf bösartigen Zellen erkennen und so eine Immunantwort gegen den Tumor auslösen. Vor allem der Oberflächenmarker CD19 auf Lymphom/Leukämiezellen dient hier bisher als Angriffspunkt.
Vor der Rückgabe der CAR-T-Zellen erfolgt in der Regel eine Chemotherapie zur Lymphodepletion, durch welche die Anzahl der vorhandenen Tumorzellen im Körper vermindert wird.

Der Einsatz der Therapie ist bisher für folgende Indikationen zugelassen:

  • refraktäres oder rezidiviertes aggressives diffus-großzelliges B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom (DLBCL) (nach mindestens zwei oder mehr Systemtherapien) (Tisagenlecleucel / Kymriah® und Axicabtagene Ciloleucel / Yescarta®)
  • primär refraktäre oder rezidivierte akute lymphatische Leukämie (ALL) bis zum Alter von 25 Jahren (Tisagenlecleucel / Kymriah®)
  • Mantelzelllymphom (Brexucabtagen / Tecartus®)
  • Multiples Myelom (Idecaptagen vicleucel / ABECMA®)

 

Weitere Informationen zu den CAR-T Zulassungsstudien finden Sie hier.

Bei Fragen stehen wir jederzeit gerne für Sie zur Verfügung.

Ablauf der CAR-T-Zelltherapie

Ablauf - CAR-T-Zelltherapie

Behandlung von Patient*innen

Die CAR-T-Zell Therapie mit patienteneigenen Zellen ist seit 2018 in Europa zugelassen.
Das Universitätsklinikum Freiburg ist ein etabliertes, zertifiziertes Zentrum zur Durchführung der CAR-T-Zell Therapie. Für unsere Patient*innen werden die oben aufgeführten CAR-T-Zell-Präparate eingesetzt.

Dabei ist die Gewinnung der patienteneigenen Zellen, die Rückgabe des T-Zell-Produktes, die klinische Überwachung des Einsatzes und das Management von Nebenwirkungen sowie die notwendige Nachsorge unserer Patient*innen eine interdisziplinäre Leistung mehrerer klinischer Fachabteilungen.
Um mögliche Nebenwirkungen der Therapie rechtzeitig zu erkennen und behandeln zu können ist nach der Rückgabe der Zellen ein stationärer Aufenthalt von ca. zwei Wochen notwendig. Im Anschluss erfolgen weitere ambulante Kontrolltermine.

Neben der klinischen Behandlung und Betreuung der Patient*innen bestehen intensive Forschungsaktivitäten mit dem Ziel, die Einsatzgebiete für die CAR-T-Zellen in Zukunft deutlich zu erweitern.

Kontakt bei Anfragen zur Behandlung

Dr. Franziska Glatzki
Ärztin und Koordinatorin

med1.car-t-zell.therapieberatung@list.uniklinik-freiburg.de

Fachärzt*innen

PD Dr. Brigitte Strahm
PD Dr. Brigitte Strahm

Leitende Oberärztin
Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie

brigitte.strahm@uniklinik-freiburg.de

 


Dr. Lynn Leppla
Pflegeexpertin

lynn.leppla@uniklinik-freiburg.de

Medienberichte

zur CAR-T-Zelltherapie
DEN KREBS BEKÄMPFEN MIT DEM EIGENEN BLUT

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Artikel aus "Das Magazin 1/2021"

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Das Magazin 1/2021

GEMEINSAM GEGEN KREBS

Das Magazin 1/2021 | komplett

Gentherapie - Neue Hoffnung für Krebspatienten

Ein Beitrag aus der Sendung "SWR Aktuell Baden-Württemberg" | 13.11.2019

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