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Zentrum für Kinder- und JugendmedizinKinderklinik

Behandlung von pneumologischen Erkrankungen und Mukoviszidose

Asthma bronchiale

Ziel jeder Asthmatherapie ist es, dass das Kind im Alltag und bei Sport in keinster Weise beeinträchtigt ist. Dazu ist meist eine regelmäßige Inhalation ausreichend. Unterschieden wird dabei grundsätzlich zwischen Medikamenten, die die Atemwege erweitern und damit rasch helfen („Reliever“ oder „Notfallsprays“, beispielsweise Salbutamol) und Medikamenten, die die Entzündung in den Bronchien hemmen und damit die Lunge langfristig schützen („Controller“, verschiedene Glukokortikosteroide). Je nach Alter des Kindes stehen für die Inhalation verschiedene Geräte zur Verfügung.

Sehr selten tritt bei einem Kind ein schweres Asthma auf. Hier sollten zunächst weiterführende Untersuchungen erfolgen, um keine andere zugrunde liegende Erkrankung zu übersehen. Bestätigt sich die Diagnose eines schweren Asthmas, stehen mittlerweile mehrere Antikörper für eine spezielle Therapie zur Verfügung.

Um die Kinder und deren Eltern im Umgang mit der Erkrankung zu schulen, finden zudem regelmäßig Asthmaschulungen für verschiedene Altersgruppen am St. Josefkrankenhaus statt.

 

Mukoviszidose

Eine konsequente Therapie ist bei Mukoviszidose für den weiteren Verlauf der Erkrankung entscheidend. Im Vordergrund steht dabei zumeist das Ziel, eine Verschlechterung der Lungenfunktion zu verhindern. Durch mehrfach tägliche Inhalationen mit Kochsalzlösung und ggf. weiteren Medikamenten wird der Schleim in der Lunge verflüssigt. Eine regelmäßige Physiotherapie und das Erlernen von speziellen Atemtechniken (z.B. autogene Drainage) tragen zusätzlich dazu bei, dass der Schleim aus der Lunge abgehustet werden kann.

Falls die Bauchspeicheldrüse mitbetroffen ist, dies ist bei etwa 90 Prozent der Patient*innen mit Mukoviszidose der Fall, müssen zu allen fetthaltigen Mahlzeiten Verdauungsenzyme verabreicht werden. Zudem werden täglich die fettlöslichen Vitamine eingenommen.

In den vergangenen Jahren konnten erstmals Medikamente entwickelt werden, die direkt die Funktion des Chloridkanals verbessern. Diese Therapie ist an das Vorliegen bestimmter genetischer Veränderungen gebunden. Damit steht erstmalig für die Mehrzahl der Patient*innen eine kausale Therapie zur Verfügung. Auch wenn Langzeitdaten dieser neuen Therapieform naturgemäß derzeit noch ausstehen, wird davon ausgegangen, dass dadurch der Verlauf der Erkrankung entscheidend verbessert wird.

 

Primäre Ziliendyskinesie (PCD)

Die PCD ist nicht heilbar, mit einer konsequenten Therapie können aber Folgeschäden verhindert werden und die meisten Patient*innen ein normales Leben führen. Hierzu gehört vor allem eine Verbesserung des gestörten Sekret- und Schleimtransportes. Neben einer regelmäßigen Inhalation zur Sekretverflüssigung ist eine physiotherapeutisch geleitete Atemtherapie hilfreich. Regelmäßige Nasenduschen sind zur Sekretmobilisation in den oberen Atemwegen hilfreich. Bakterielle Infektionen müssen bei Patienten mit PCD frühzeitig erkannt und antibiotisch behandelt werden.

 

Schlafbezogene Atemstörungen

Abhängig von der zu Grunde liegenden Erkrankung stehen verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung. Beim obstruktiven Schlafapnoesyndrom kann oft ein Training des Schlafes in Seitenlage, Gewichtsreduktion oder teilweise auch eine operative Verkleinerung der Mandeln und/oder Polypen hilfreich sein. Manche Patient*innen, z.B. mit (neuro-)muskulären Erkrankungen, benötigen eine Heimbeatmung. Weitere Informationen dazu finden sie hier.

 

Station Moro

Kinder mit Lungenerkrankungen werden auf Station Moro von einem speziell geschulten Pflegeteam betreut. Bei Bedarf steht zudem ein interprofessionelles Team für weitere Belange zur Verfügung.

Auf Station Moro befindet sich zudem das Schlaflabor.

Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin

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