Zu den Inhalten springen

Klinik für Neurologie und Neurophysiologie

Integriertes Myasthenie-Zentrum (iMZ) Freiburg

Leiter: PD Dr. B. Berger

Stellvertreter: Prof. Dr. S. Rauer

Myasthenie-Ambulanz

Termine

Sprechzeiten: mittwochs 13:30 – 16:00 Uhr

Anmeldung: Telefon 0761 / 270 53450 oder Fax 0761 / 270 53380

Informationen und Leistungen

Die Myasthenie-Ambulanz der Neurologischen Klinik ist Teil eines von der Deutschen Gesellschaft für Myasthenie e.V. (DMG) zertifizierten interdisziplinären Myasthenie-Zentrums an der Universitätsklinik Freiburg. Wir betreuen und beraten Patientinnen und Patienten mit Myasthenia gravis und anderen myasthenen Syndromen (z.B. Lambert-Eaton-Myasthenie-Syndrom, LEMS). Die Myasthenie-Ambulanz ist in die allgemeine neurologische Ambulanz integriert und wird von in der Behandlung der Myasthenia gravis erfahrenen Oberärzten geleitet. Unsere Empfehlungen orientieren sich hierbei an den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN).

Im Rahmen der Versorgung bieten wir folgende Leistungen an:

  • Sicherung der Verdachtsdiagnose einer Myasthenia gravis mittels serologischer (anti-Acetylcholinrezeptor, -MusK-, -LRP4- und -Titin-Antikörper), elektrophysiologischer (repetitive Nervenstimulation) und ggf. pharmakologischer Diagnostik (Pyridostigmin-Test)
  • Zweitmeinung bei unklarer Diagnose
  • Differentialdiagnostische Einordnung von myasthenen Syndromen (z.B. Lambert-Eaton-Myasthenie-Syndrom, LEMS), ggf. über unsere Allgemeinambulanz oder über eine stationäre Abklärung
  • Beratung und Indikationsstellung einer symptomatischen Behandlung mit Pyridostigmin
  • Beratung und Indikationsstellung einer immunsuppressiven Behandlung
  • Beratung bei Nebenwirkungen, Komplikationen oder fehlender Wirksamkeit unter der Behandlung
  • Kooperation mit der Klinik für Thoraxchirurgie zur Indikationsstellung, Beratung und Betreuung im Falle einer Thymektomie, inklusive minimalinvasiver Verfahren
  • Beratung und Betreuung vor/während einer Schwangerschaft bei bekannter Myasthenia gravis
  • Langjährige Betreuung zur Verlaufsbeurteilung und Therapieoptimierung
  • Informationen zu neuen Behandlungen bzw. Studien zur Behandlung der Myasthenia gravis
  • Notfallversorgung über das interdisziplinäre Notfallzentrum  sowie bei (drohender) krisenhafter Verschlechterung stationäre (ggf. intensivmedizinische) Behandlung zur Therapieeskalation mittels intravenöser Immunglobuline, Plasmapherese oder Immunadsorption

Informationen zur Myasthenia gravis

Die Myasthenia gravis ist eine Erkrankung, bei der die synaptische Informationsübertragung zwischen Nervenzellendigungen und Muskulatur gestört ist. Ursache ist eine fehlgeleitete Immunreaktion, bei der Antikörper gegen Strukturen der Synapse gebildet werden - am häufigsten gegen den Acetylcholinrezeptor. In der Folge kommt es zu einer belastungsabhängigen Muskelschwäche, die sich in Ruhe bessert und häufig an den Augen als sogenannte okuläre Myasthenie beginnt (Doppelbilder, hängendes Augenlid). Prinzipiell können aber alle Muskeln des Körpers betroffen sein, so dass primär oder im Verlauf eine generalisierte Myasthenie vorliegt mit Schwäche der Arme und Beine sowie der Kau-, Schluck-, Sprech- und/oder Atemmuskulatur. In einigen Fällen ist die Myasthenie mit krankhaften Veränderungen des Thymus assoziiert (am häufigsten Hyperplasie; in 10-15% mit einem Thymom). Die Behandlung der Myasthenie besteht in einer Kombination aus symptomatischer Behandlung, Immuntherapie und ggf. einer Thymektomie.

Übergabe des iMZ-Zertifikates am 17.10.2018 durch den DMG-Vorsitzenden Hans Rohn an den iMZ-Leiter PD Dr. Benjamin Berger. Von links: Prof. Dr. Cornelius Weiller (Ärztlicher Direktor), PD Dr. Benjamin Berger (Oberarzt, iMZ-Leiter), Hans Rohn (Vorsitzender DMG), Dr. Judith Eisele (Ambulanzärztin) und Prof. Dr. Sebastian Rauer (Leitender Oberarzt, Stellvertretender iMZ-Leiter). Bildquelle Hans Rohn.

Anmeldung und Einweisung für Ärzte und Krankenhäuser